Was für ein Winterwetter, das uns aktuell in den Bergen und darüber hinaus fest im Griff hat! In den letzten Tagen gab es kräftigen Neuschnee, was zu glatten Fahrbahnen und etlichen Problemen auf den Straßen geführt hat. Die Rettungskräfte mussten in der Nacht mehrfach ausrücken, weil umgestürzte Bäume und blockierte Fahrbahnen die Lage für Pkw und Lkw äußerst kompliziert machten. Wie Radio Oberland berichtet, blieb so mancher Lkw liegen und Autos rutschten von den Straßen. Ein wahrhaftiges Winterchaos, das in den kommenden Stunden wohl noch anhalten wird.
Meteorologen haben bis heute Mittag keine Entwarnung gegeben, im Gegenteil: weiterer Neuschnee wird erwartet! Die Sicht ist eingeschränkt, und es könnten sogar Straßensperrungen erforderlich werden. Auch die Bahnen stehen nicht unberührt da: Auf der Strecke Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald sorgt ein Baum auf der Oberleitung für Probleme, weshalb hier vorerst keine Züge fahren. Zudem ist die Strecke Tutzing-Seeshaupt gesperrt. Züge zwischen Murnau und Oberammergau verkehren nur im 2-Stunden-Takt.
Lawinengefahr hoch im Kurs
Das Wetter hat nicht nur für Schwierigkeiten im Straßenverkehr gesorgt, sondern birgt auch Gefahren für Wintersportler. Experten warnen eindringlich vor Aufenthalten abseits der gesicherten Pisten, denn die Lawinensituation hat sich weiter verschärft. Laut den aktuellen Warnstufen gibt es in den Werdenfelser Alpen bereits die vierte Warnstufe – das bedeutet „große Gefahr“. In den Ammergauer Alpen befindet sich die Warnstufe bei drei, was ebenfalls als erhebliches Risiko einzustufen ist.
Wie auch die ADAC feststellt, stellt die aktuelle Wetterlage auch in anderen Regionen Deutschlands eine Herausforderung dar. Die Vorhersagen kündigen bis zu fünf Zentimeter Neuschnee an, in besonders betroffenen Gebieten sogar bis zu 20 Zentimeter. In den Bayerischen Alpen müssen sich Skifahrer sogar auf bis zu 30 Zentimeter in der Höhe, vereinzelt sind sogar 40 Zentimeter möglich. Solche Bedingungen schaffen bekanntlich ein erhöhtes Risiko für Lawinen.
Durchhalteparolen für Autofahrer und Bahnreisende
Autofahrer sollten in diesen Zeiten ganz besonders achtsam sein. Die Straßenverhältnisse sind rutschig, und es gilt, vorausschauend zu fahren und ausreichend Abstand zu halten. Gerade auf der Autobahn A3 zwischen Helmstadt und Weibersbrunn gab es bereits einen langen Stau von 16 Kilometern. Der ADAC empfiehlt zudem, die Straßensituation vor dem Fahrtantritt zu prüfen, denn die Pannenhilfe kann längere Wartezeiten mit sich bringen.
Auch der Flughafen Frankfurt hat mit den winterlichen Gegebenheiten zu kämpfen, und es könnten Verzögerungen sowie Ausfälle bei den Flügen zu erwarten sein. Der Streik im Nahverkehr am 19. Februar hat die Situation nicht gerade verbessert. Ganz zu schweigen von den Problemen im Münchner Nahverkehr, wo es ebenfalls zu Verspätungen und vorübergehenden Einstellung des Busverkehrs in Würzburg kam. Die Streusalzknappheit in mehreren Bundesländern zeigt zudem, wie sehr die Winterdienste gefordert sind, um die Straßen sicher zu halten.
Insgesamt bleibt festzuhalten: Es ist Vorsicht geboten! Wer sich in den kommenden Tagen auf den Weg machen möchte, sei es mit dem Auto oder der Bahn, sollte unbedingt die aktuellen Wetterlagen und Informationen im Auge behalten. Und für alle Wintersportler: Wetterwarnungen ernst nehmen und lieber auf gesicherten Pisten bleiben!