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Unter dem Motto „Gleicher Beruf, zwei Welten“ besuchten die beiden kenianischen Bäuerinnen Agatha Akotchi und Jane Wanjiro den Hof von Maria Urban in Unterherrnhausen. Dies war nicht ihr erster Aufenthalt in Deutschland, denn das Projekt, welches seit 2017 von den Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands (BBV) unterstützt wird, wurde vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ins Leben gerufen. Es zielt darauf ab, den Austausch zwischen bayerischen und kenianischen Landwirtinnen zu fördern und deren berufliche Entwicklung zu unterstützen. [Merkur] berichtet, dass der Besuch auch die Gelegenheit bot, Einblicke in die landwirtschaftliche Praxis der Region zu gewinnen.

Maria Urban, die Gastgeberin, hat bereits mehrere Bäuerinnen aus Kenia auf ihrem Hof empfangen. Besonders spannend für sie ist der Austausch über die Situation der Frauen in der Landwirtschaft. Urban stellte fest, dass sich die Bedingungen für kenianische Frauen in den letzten Jahren tatsächlich verbessert haben. Jane Wanjiro berichtete von der Gründung der „Women Farmers Association of Kenya (WoFaAK)“, einer Organisation, die sich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Frauen in der Landwirtschaft einsetzt und seit ihrer Gründung im Jahr 2017 aktiv Lobbyarbeit leistet. [Bayerischer Bauernverband]

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Einblicke in die Landwirtschaft

Agatha Akotchi kommt aus der Nähe des Viktoriasees, wo die Fischerei sowie der Anbau von Tomaten und Kohl für die Bevölkerung von großer Bedeutung sind. Jane Wanjiro hingegen lebt im klimafreundlichen Samburu-Gebiet in Zentralkenia, das ideale Bedingungen für Agrarwirtschaft und Viehzucht bietet. Die beiden Frauen nutzen ihren Aufenthalt in Deutschland, um an einwöchigen Seminaren im Herrschinger Haus der Bayerischen Landwirtschaft teilzunehmen und verschiedene landwirtschaftliche Betriebe zu besuchen.

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Besonders beeindruckend war der Besuch im Stall des Unterherrnhauser Hofs, wo Wanjiro und Akotchi schnell eine Verbindung zu den Kälbern aufbauten. Sie nehmen viel Wissen und Inspiration mit zurück nach Kenia, um das Gelernte vor Ort umzusetzen und weiterzugeben. Urban ist überzeugt davon, dass die Entwicklungshilfe in Kenia gut angelegt ist. „Die Frauen erweitern hier ihr Wissen und können so ihre Lebenssituation nachhaltig verbessern“, erklärt sie.

Politischer Hintergrund und Unterstützung

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag hat das Kenia-Projekt der BBV-Landfrauen während einer 10-tägigen Reise nach Kenia und Sambia besucht. Die Delegation war beeindruckt von der Organisation und dem sozialen Engagement der Landfrauen und besichtigte unter anderem eine Farm in Kakamega County. Florence Omutimba, Regionalbeauftragte der WoFaAK, appellierte an die Delegation, sich für bessere Rahmenbedingungen für die Landfrauen in Kenia einzusetzen. Forderungen richteten sich vor allem auf die Verbesserung der Infrastruktur, den Zugang zu beruflicher Bildung und den Erhalt von Krediten für Frauen. [Bayerischer Bauernverband]

Außerdem stellte Omutimba die Schlüsselrolle der Frauen in der Ernährungssicherung und der Grundversorgung der Bevölkerung in den Vordergrund. Hermann Färber, der Vorsitzende des Ausschusses, bezeichnete das Projekt als fundiert und von großer Relevanz, was auch die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kenia verdeutlicht.

In Kenia ist der Agrarsektor der wichtigste Wirtschaftszweig und bietet den meisten Menschen eine Existenzgrundlage. Das Engagement von Gruppen wie der WoFaAK und die Initiativen der bayerischen Landfrauen kommen damit nicht nur den einzelnen Frauen zugute, sondern haben auch positive Effekte auf die gesamte Gesellschaft.