Aktuell sorgt anhaltender Schneefall in Bayern für erhebliche Verkehrsprobleme und zahlreiche Unfälle. Besonders betroffen sind die Regionen Oberbayern und Schwaben, wo die Einsatzkräfte in der Nacht zu zahlreichen Einsätzen gerufen wurden. Laut einem Bericht der Frankenpost ereignete sich auf der Autobahn 99 bei Aschheim ein schwerer Unfall, bei dem ein Familienvater mit seiner Familie gegen einen geparkten Sattelzug prallte; alle drei Insassen wurden schwer verletzt. In südlichem Oberbayern gab es etwa 75 Einsätze aufgrund von Schneefall und Glätte, wobei zwölf Personen leicht verletzt wurden.
Auch in Unterfranken war die Lage angespannt mit über 100 Einsätzen, während sich die Situation am Donnerstagabend beruhigte. In Schwaben Nord wurden bis zu 20 Unfälle mit nur kleineren Schäden registriert, und mehrere Lastwagen blieben stecken. In Niederbayern kam es zu 30 Unfällen mit Blechschäden, zusätzlich gab es 25 weitere Einsätze zur Unterstützung. Die Bahnstrecken sind ebenfalls betroffen: Bäume fielen auf Gleise und beschädigten Oberleitungen, was den Zugverkehr auf den betroffenen Strecken zum Erliegen brachte. Während das Wetter am Wochenende in Regen übergehen soll, bleibt die Glättegefahr in der Nacht auf Samstag, insbesondere im Osten Bayerns, bestehen.
Wetterlage und Auswirkungen in anderen Bundesländern
Der Schneefall zieht sich jedoch nicht nur durch Bayern. In mehreren Bundesländern, vor allem im Südwesten Deutschlands, sorgt Glatteis ebenfalls für Verkehrsunfälle und Einschränkungen. Am Frankfurter Flughafen fielen Flüge aus, und auch in Hessen und Rheinland-Pfalz wurden zahlreiche Verkehrsunfälle, überwiegend mit Blechschäden, gemeldet. In Offenbach führte der Schneefall am frühen Morgen zu einer Reihe von Unfällen während des Berufsverkehrs, darunter ein Unfall auf der Autobahn 661 bei Langen, bei dem eine Frau verletzt wurde. Zudem kam es auf der A3 zwischen Würzburg und Frankfurt zu einem kilometerlangen Stau, verursacht durch feststeckende Lastwagen.
Die Wetterlage ist vielseitig: In Rheinland-Pfalz sorgten umgestürzte Bäume für zwei Unfälle, während in Unterfranken 90 wetterbedingte Polizeieinsätze, darunter 55 Unfälle, stattfanden. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Schnee und Frost in Hessen und Rheinland-Pfalz, wobei bis zu 20 cm Schnee in Staulagen möglich sind. Die Temperaturen schwanken zwischen -3 und +5 Grad, während im Breisgau bis zu 11 Grad erreicht werden.
Prognose und Sicherheitshinweise
Die Wetterprognose bis Samstag zeigt, dass in München und angrenzenden Landkreisen eine amtliche Warnung vor Schneefall (Warnstufe 2) besteht. In den Alpen sind bis zu 40 cm Neuschnee möglich, und die Glättegefahr bleibt in Baden-Württemberg und Bayern hoch. Der ADAC informiert über die aktuelle Verkehrslage und empfiehlt Autofahrenden, vorausschauend zu fahren und die Straßensituation vor Fahrtantritt zu prüfen. Insbesondere auf Autobahnen in Bayern ist mit Verkehrsproblemen aufgrund von Unfällen und defekten Fahrzeugen zu rechnen.
Flughäfen wie München haben mit Beeinträchtigungen zu kämpfen, während der Flughafen Frankfurt normal arbeitet. Im Bahnverkehr gibt es keine witterungsbedingten Störungen im Fernverkehr, allerdings sind Verspätungen im Münchner Nahverkehr (Bus, S-Bahn, Tram) zu verzeichnen. Auch in Hessen, Niedersachsen und anderen Bundesländern besteht eine Streusalzknappheit, die die Räumung der Straßen zusätzlich erschwert. Die Situation bleibt angespannt, und die Bevölkerung wird zur Vorsicht aufgerufen.
Die winterlichen Bedingungen erfordern auch eine situative Winterreifenpflicht in Deutschland, um die Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten. Angesichts der Wettervorhersagen bleibt abzuwarten, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickeln wird.


