Am vergangenen Wochenende war jede Menge los in Ingolstadt, als die THW-Jugend gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Hepberg sowie den Jugendfeuerwehren aus Stammham und Appertshofen eine beeindruckende 24-stündige Übung durchführte. Diese jährliche Gemeinschaftsübung findet im Wechsel der teilnehmenden Organisationen statt und ist ein echtes Highlight für die jungen Einsatzkräfte.
Sechs Teams aus unterschiedlichen Feuerwehren waren vor Ort und hatten ein straffes Programm auf die Beine gestellt. Ziel war es, die Begeisterung für das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz zu fördern und gleichzeitig ein besseres Verständnis für die Zusammenarbeit innerhalb der Blaulichtfamilie zu schaffen. Das Event wurde mit einem gemeinsamen Frühstück bei dem THW-Ortsverband gestartet, was den perfekten Rahmen für die bevorstehenden Herausforderungen bot.
Realitätsnahe Übungsszenarien
Die jungen Retter hatten einiges zu bewältigen, denn die Übung umfasste verschiedene realitätsnahe Szenarien. So wurden die Teilnehmenden zu Einsätzen alarmiert, die unter anderem eine Personenrettung bei einer Rauchentwicklung in einem Gebäude und die Befreiung von Eingeklemmten nach einem Verkehrsunfall mit einem Traktor beinhalteten. Auch ein Mülltonnenbrand wurde erfolgreich gelöscht. Ein besonderes Highlight der Übung war die große Showübung auf dem Volksfestplatz, bei der nach einem simulierten Verkehrsunfall mit drei Pkw mehr als zehn „verletzte“ Dummypuppen befreit und dem Rettungsdienst übergeben wurden. Dabei stellte die BRK-Bereitschaft Ingolstadt den notwendigen Rettungsdienst zur Verfügung.
Ein weiteres Augenmerk lag auf der Feuerübung, die auf dem Gelände der Gunvor-Raffinerie stattfand. Hier konnten die Jugendlichen verschiedene Löschtechniken und -mittel im Umgang mit Großbränden erlernen. Diese praxisnahe Ausbildung ist entscheidend, da sie auf die realen Anforderungen bei Einsätzen vorbereitet.
Einsatz bis in die Nacht
Die Herausforderungen reichten bis spät in die Nacht, als zwei große Einsätze absolviert wurden. Zunächst gab es einen Großbrand am Baggersee, wo ein brennender Berg aus Paletten gelöscht werden musste. Zudem war eine Personensuche mit der parallelen Ausleuchtung eines Helikopterlandeplatzes im Wald angesagt. Die Jugendlichen zeigten großen Einsatz und bewältigten die anspruchsvollen Szenarien mit Bravour, was nicht nur ihr Können, sondern auch ihre Teamfähigkeit beweist.
Auf der anderen Seite wurde auch bei der THW Jugend Lehrte ein Trainingswochenende abgehalten, wo Jugendliche auf Einladung der THW Jugend gleichsam aktiv sein konnten. Dort simulierten die Teilnehmer eine Hochwasserlage, mit dem Aufbau einer technischen Einsatzleitung und der Einrichtung einer Sandsackfüllanlage. Am Samstagabend gab es eine spannende Herausforderung: Ein angenommener Deich musste repariert werden, was das Team hervorragend meisterte. Diese Zusammenarbeit zwischen den Organisationen trägt dazu bei, den Nachwuchs im Katastrophenschutz zu fördern und zu integrieren.
Insgesamt zeigt sich, dass Veranstaltungen wie diese nicht nur den praktischen Einsatz fördern, sondern auch die Gemeinschaft innerhalb der Blaulichtfamilie stärken. So werden Freundschaften geschlossen und Kompetenzen weitergegeben, die im Ernstfall von unschätzbarem Wert sind. Ein großes Dankeschön geht auch an alle Betreuer, die das gesamte Wochenende über unermüdlich für die Jugendlichen da waren.