In der Silvesternacht kam es im Landkreis Würzburg und Umgebung zu mehreren verheerenden Bränden, die zum Teil durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern entstanden sind. Insgesamt beläuft sich der erzeugte Sachschaden auf mehrere zehntausend Euro. Erste Berichte deuten darauf hin, dass nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Kriminalpolizei bereits aktiv an den Ursachen forscht und mögliche Zeugen sucht.

In Eisingen meldete sich am 31. Dezember ein 66-jähriger Mann mit einer Rauchgasvergiftung nach einem Kellerbrand. Durch brennbares Material in einer Sauna entzündet, musste er ins Krankenhaus gebracht werden. Die Feuerwehren aus Würzburg-Land, Eisingen, Waldbrunn und Höchberg waren im Einsatz und konnten das Feuer schließlich unter Kontrolle bringen. Der Sachschaden wird auf einen niedrigen sechsstelligen Betrag geschätzt, was die Dramatik der Lage unterstreicht. [in-und-um-schweinfurt.de] berichtet, dass die Kriminalpolizei Würzburg die Ermittlungen übernommen hat und ebenfalls Hinweise zu zwei weiteren Bränden in Kitzingen sucht.

Brandherde in der Silvesternacht

Gegen 23:30 Uhr wurde ein Kleidercontainer in Rimpar Opfer von Flammen, als unbekannte Täter Brandmaterial darin ablegten. Die Freiwillige Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, doch der Sachschaden wird auf etwa 800 Euro geschätzt. Zudem brannte in Reichenberg gegen 00:25 Uhr das Dach eines Friseursalons, mutmaßlich verursacht durch eine Silvesterrakete, was einen Schaden von etwa 7.500 Euro hintenließ. Die genauen Umstände und der oder die Verantwortlichen sind jedoch weiterhin unbekannt, weshalb die Polizei auf Zeugenaussagen angewiesen ist, um der Sache auf den Grund zu gehen. [mainfranken.news]

Ein weiteres unerfreuliches Ereignis ereignete sich in Bergtheim, wo eine nicht vollständig abgekühlte Feuerwerksbatterie in einer Papiermülltonne für einen Brand sorgte. Die Schadenshöhe beläuft sich auf rund 3.000 Euro. Glück im Unglück hatten an dieser Silvester-Nacht auch zwei Menschen in Marktbreit, die nur leicht verletzt wurden, als eine Feuerwerksrakete unkontrolliert in ihre Nähe flog. Ihre Verletzungen waren glücklicherweise nicht gravierend.

Feuerwerksverbot und Sicherheitsmaßnahmen

Um solche Vorfälle zu vermeiden, erinnert die Polizei an die geltenden Vorschriften zum Umgang mit Feuerwerkskörpern. Das Abbrennen von Feuerwerk ist nur an Silvester und Neujahr erlaubt, und nur für Personen über 18 Jahren zugänglich. Des Weiteren wird geraten, nur geprüfte und zugelassene Feuerwerkskörper zu verwenden und stets ausreichend Abstand zu halten. Dennoch zeigt die Statistik des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS), dass eine Vielzahl von Bränden jährlich auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen ist. [feuertrutz.de] berichtet, dass die häufigsten Brandursachen durch Elektrizität und menschliches Versagen festzustellen sind, was die Wichtigkeit der Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen untermauert. Im Jahr 2024 fand eine Zunahme von Bränden durch akkubetriebene Geräte statt, ein weiterer Hinweis auf die Notwendigkeit von Vorsichtsmaßnahmen.

Die Kriminalpolizei Würzburg hat die Ermittlungen zu den Ereignissen aufgenommen und bittet alle, die etwas gesehen haben, sich unter der Nummer 0931/457-1732 zu melden. Die Feuerwehr und die Polizei stehen bereit, um die Bürgerinnen und Bürger zu schützen und der Brandgefahr entgegenzuwirken. Wir alle sollten ein gutes Händchen haben, wenn es um den Umgang mit Feuerwerkskörpern geht.

Angesichts der dramatischen Berichte und der Zahl der Brände bleibt zu hoffen, dass alle die Sicherheitsvorschriften einhalten, um das neue Jahr ohne weitere Vorfälle begrüßen zu können.