In der beschaulichen Stadt Dettelbach wird die Winterpause von Turnierreitern nicht nur als Ruhezeit betrachtet, sondern vielmehr als wertvolle Phase zur Vorbereitung auf die kommende Saison. Wie die Mainpost berichtet, haben zahlreiche Reiter diese Zeit genutzt, um sich und ihre Pferde neu zu fokussieren und fortzubilden. Es ist kein Geheimnis: Gut gerittene Pferde bringen nicht nur Sicherheit im Pferdesport, sondern sind auch der Schlüssel zu erfolgreichen Wettbewerben.
Der Ländliche Reit- und Fahrverein Dettelbach hat hierzu einen besonderen Lehrgang organisiert, der von der Verbandsjugendwartin Kerstin Popp geleitet wurde. Dieser Kurs war schnell ausgebucht und bot 13 Reiterinnen und einem Reiter die Möglichkeit, intensiv an ihrer Dressurarbeit zu feilen. Alle vier vereinseigenen Schulpferde kamen zum Einsatz, um gezielten Einzelunterricht zu ermöglichen. Die Schwerpunkte lagen dabei auf grundlegenden Lektionen, Übergängen, Gymnastizierung, Geraderichtung und Biegearbeit.
Effektive Trainingsstrategien für die Winterpause
Die Wintermonate sind für viele Reiter oft eine Zeit der Erholung und des Stressabbaus, wie die Lexa Pferdefutter hervorhebt. Ob durch Hallenturniere, die oft wetterabhängig sind, oder durch die Auszeit vom Turnierstress, sowohl Pferde als auch Reiter genießen diese Phase. Es ist jedoch wichtig, die Trainingseinheiten nicht ganz zu vernachlässigen: Zielgerichtetes Arbeiten an den eigenen Fähigkeiten und den Rittigkeitsproblemen der Pferde kann Inhalte der Winterpause sein. Reiter sollten klare Ziele setzen, denn eine Mischung aus Erholung und gezieltem Training unterstützt nicht nur die Fitness des Pferdes, sondern auch die Bindung zwischen Mensch und Tier.
Die richtigen Trainingsmethoden sind entscheidend. Cavalettitraining und Longenarbeit bieten Abwechslung und fördern die Fitness der Vierbeiner. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die Trainingseinheiten im Winter anzupassen: Die Temperaturen können unangenehm sein, weshalb intensives Aufwärmen notwendig ist. Tierärzte raten dazu, die Pferde mindestens 1,5 bis 2 Stunden im Schritt zu bewegen, bevor in höhere Gangarten gewechselt wird. Unzureichendes Aufwärmen kann zu erheblichen Verletzungsrisiken führen, besonders wenn die Böden nass und rutschig sind.
Gesundheit und Wohlbefinden der Pferde
Die winterlichen Bedingungen bringen zudem Herausforderungen für die Gesundheit der Pferde mit sich, wie auf dem Blog von wehorse erläutert wird. Dunkelheit, vollgestopfte Hallen und rutschige Böden erhöhen das Risiko für Verletzungen erheblich. Große Bewegungsflächen sind deshalb ideal, während kleine Paddocks das Verletzungsrisiko steigern können. Reiter sollten sich selbst auch aufwärmen, um Verletzungen vorzubeugen.
Ein weiterer Aspekt, der nicht vernachlässigt werden sollte, ist die Fütterung der Pferde. Während der kalten Monate kann es zu Mängeln an Zink und Selen kommen. Eine bedarfsgerechte Fütterung ist unerlässlich, um das Immunsystem der Tiere zu stärken. Ein gezieltes Training, gepaart mit der richtigen Ernährung und Auszeiten, hilft den Pferden, die Winterpause optimal zu nutzen, um dann mit frischer Energie in die neue Saison zu starten.