In den letzten Monaten hat sich im Landkreis Kulmbach einiges getan, besonders im Bereich der Rad- und Fußwege. Der neue Geh- und Radweg zwischen Kulmbach und Kronach ist fast komplett, und ein Teilstück zwischen der Landkreisgrenze und Kirchleus wurde bereits fertiggestellt. Radfahrer und Fußgänger nutzen diesen Weg nun schon seit drei Monaten. Bei der offiziellen Einweihung waren Ehrengäste anwesend, die ein symbolisches schwarz-rot-goldenes Band durchtrennten, während Geistliche beider Konfessionen die Verbindung segneten. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Ein Teilstück bei Weißenbrunn ist noch nicht fertiggestellt, was Fragen zur Schließung der letzten Radweglücke aufwirft (np-coburg.de).
Ein Blick in die Zukunft zeigt, dass das Staatliche Bauamt Bayreuth bereits den Bau eines 2,3 Kilometer langen Geh- und Radwegs plant, der von Juni bis November 2025 realisiert werden soll. Dieses Projekt ist Teil des Radwegeprogramms des Freistaats Bayern und wird die letzte Lücke im Radwegenetz zwischen Kulmbach und dem Landkreis Kronach schließen. Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, werden zwei Querungshilfen an der B 85 und an der KU 22 errichtet. Nach der Anbringung aller sicherheitsrelevanten Einrichtungen wird der Weg freigegeben. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf circa 3,4 Millionen Euro, wobei 2,3 Millionen Euro auf den Geh- und Radweg und 1,1 Millionen Euro auf die Fahrbahnsanierung der B 85 entfallen (bayreuther-tagblatt.de).
Das Bayernnetz für Radler
Das neue Radwegenetz fügt sich zudem in das umfassende Bayernnetz für Radler (BfR) ein, ein landesweites Fernradrouten-Netz in Bayern, das etwa 125 Themenrouten mit einer Gesamtlänge von rund 9.000 km umfasst. Diese Routen sind verkehrsarm und naturnah gestaltet, wodurch sie vor allem für Freizeit- und Tourenradler attraktiv sind. Einheitliche Qualitätskriterien sorgen für ein hohes Niveau der BfR-Strecken, die durchgehend beschildert sind und an zentralen Punkten mit Informationstafeln ausgestattet sind, um eine gute Orientierung zu gewährleisten. Radfahrer können eine kostenfreie Fahrradkarte des Bayernnetz für Radler sowohl in Papierform als auch online nutzen. Zudem stehen ein Radroutenplaner und eine zugehörige Routing-App bereit, die den Zugriff auf Informationen erleichtern und das Speichern von Routen und Karten ermöglichen (radverkehr.bayern.de).
Mit diesen Fortschritten in der Radwegeinfrastruktur wird nicht nur die Mobilität im Landkreis Kulmbach verbessert, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Radfahren wird immer attraktiver, und die neuen Verbindungen fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch den Tourismus in der Region.






