In diesen Tagen wird in der Politik viel diskutiert, ganz besonders über den CDU-Parteitag, der am 20. Februar 2026 in Stuttgart stattgefunden hat. Die Rückendeckung für den Parteichef Friedrich Merz ist eindeutig. Er erhielt stolze 91,17 Prozent der Stimmen, was ihn im Vergleich zum Vorjahr verbessert (89,81 %) zurück auf die richtige Spur bringt und ihm den Rücken stärkt. Auch wenn Merz‘ Ergebnis nicht an die 95 Prozent seiner ersten Wahl 2022 heranreicht, zeigt es doch die Geschlossenheit der Partei in einer Zeit, in der die Herausforderungen nicht weniger werden.

Die CDU mauserte sich am Parteitag nicht nur zur geschlossenen Einheit, sondern trat auch klar für Reformen ein. Ein strittiger Punkt blieben allerdings die Sozialreformen, über die entschieden werden sollte, jedoch vertagt wurde. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Junge Union, die mit ihrem 20-Punkte-Plan zu Renten- und Krankenversicherungen gescheitert ist. Der Kanzler Merz ist sich bewusst, dass zügige Reformentscheidungen bis Ende 2026 notwendig sind. Er betonte die Abhängigkeit seiner Partei von der SPD als Koalitionspartner und stellte klar, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD oder den Linken für ihn nicht in Frage kommt, was großen Applaus im Saal nach sich zog. Diese Atmosphäre war wichtig, schließlich stehen fünf Landtagswahlen in 2026 an.

Friedrich Merz und die Herausforderungen der Reformen

Merz wollte in seiner Ansprache die Geschlossenheit in der Koalition betonen und forderte alle Seiten zu konstruktiver Regierungsarbeit auf. Er räumte ein, dass ihm oft eine hohe Erwartungshaltung vorgeworfen wird, doch er sieht in der CDU eine Partei, die vor allem in der politischen Mitte Zustimmung gewinnen will. Zudem legte er den Finger in die Wunde, wenn er die aktuellen europäischen Herausforderungen ansprach.

  • Friedrich Merz erhielt 878 Stimmen bei der Wahl; 85 Delegierte stimmten mit Nein und 14 enthielten sich.
  • Erstmals fand eine analoge Abstimmung statt, da technische Probleme mit dem elektronischen System auftraten.
  • Generalsekretär Carsten Linnemann wurde ebenfalls mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.

Besonders interessant war der Auftritt von Ex-Kanzlerin Angela Merkel, die am Parteitag teilnahm und für ihre längst vergangene Kanzlerschaft gewürdigt wurde. Ihr Besuch war jedoch nicht ohne Spannung, da die Beziehung zwischen ihr und Merz als zerrüttet gilt. Merz äußerte sich genervt über den langen Aufenthalt Merkels und hinterließ Fragen nach Lernmöglichkeiten. Diese Szene zeigte, dass zwar große Anerkennung für die Politikerin besteht, aber die Differenzen in der Führungsebene bestehen bleiben.

Ausblick auf die politischen Herausforderungen

Für die CDU ist es nun entscheidend, wie sie sich bei den bevorstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt im September 2026 positioniert. Merz hat angekündigt, dass die Partei aktiv werden wolle, um dem Rechtsradikalismus entgegenzuwirken und eine klare Linie zu verfolgen, die sich auf die Werte der Partei konzentriert.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Parteitag eine wichtige Etappe für die CDU darstellt. Alle Augen sind nun auf Merz gerichtet, der mehr Zuversicht und ehrgeizige Ziele für die Zukunft einfordert und der sich dem Druck der unterschiedlichen innerparteilichen Ansichten stellt. Die große Frage bleibt, wie schnell und konsequent Reformen tatsächlich angegangen werden. Die politische Landschaft ist mit viele Herausforderungen gespickt, und Merz steht als Kapitän an der Brücke.

Für weitere Details zum Parteitag und den Aussagen von Friedrich Merz klicken Sie auf NP-Coburg, Tagesschau und ZDF Heute.