In Sydney, Australien, kam es kürzlich zu einem erschreckenden Vorfall, als ein Mann am Morgen in einer stark frequentierten Fußgängerzone im Vorort Merrylands mehrere Menschen mit einem Messer angriff. Die Attacke endete tragisch: Eine Person starb noch am Tatort an ihren schweren Verletzungen, während zwei weitere schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht wurden. Der Angreifer flüchtete zunächst zu Fuß, konnte jedoch kurze Zeit später in der Nähe festgenommen werden. Laut den Polizeiberichten war der festgenommene Mann bereits wegen kleinerer Delikte polizeibekannt, und die Hintergründe der Attacke bleiben unklar, da es keine Verbindungen zwischen den Opfern gab. Polizeisprecher Simon Glasser bezeichnete den Vorfall als „willkürlichen Angriff“.
Für die verletzten Personen, einen 22-jährigen Mann mit Halsverletzungen und eine 47-jährige Frau mit Verletzungen im Bauch- und Brustbereich, schwebt weiterhin Lebensgefahr. Die Rettungskräfte waren schnell zur Stelle: Ein Hubschrauber und mehrere Krankenwagen trafen kurz nach dem Vorfall ein. Augenzeugen berichteten von panikartigen Szenen, als ein Mitarbeiter eines nahegelegenen Geschäfts einen Schrei hörte und sah, wie Menschen zu Hilfe eilten. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in den Berichten von np-coburg und Tagesspiegel.
Messerangriffe im globalen Kontext
Der Vorfall in Sydney wirft ein Schlaglicht auf ein weitreichenderes Problem, das auch hierzulande mehr und mehr in den Fokus rückt: Messerangriffe. Laut dem Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Jahr 2024 in Deutschland rund 29.000 Straftaten als Messerangriffe registriert. Diese Angriffe umfassen nicht nur die Anwendung von Gewalt, sondern auch Bedrohungen mit einem Messer. Die Statistik zeigt, dass bei Körperverletzungen und Raubdelikten Messerangriffe einen signifikanten Anteil ausmachen. Während die Zahl der Messerangriffe bei Körperverletzungen um etwa 11% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist, gab es bei Raubdelikten einen Rückgang von rund 2,6%.
Die Gründe für die Zunahme von Messerangriffen sind vielschichtig. So zeigt eine Dunkelfeldstudie in Niedersachsen, dass der Anteil der Jugendlichen, die gelegentlich ein Messer mit sich führen, von 16,8% (2013) auf 20,6% (2022) gestiegen ist. Besonders auffällig ist die Überrepräsentation ausländischer Tatverdächtiger in der Kriminalstatistik, die häufig mit sozialen Faktoren wie Armut und Bildung in Verbindung gebracht wird. Diese Problematik erfordert eine umfassende Diskussion über die Hintergründe und mögliche Präventionsmaßnahmen. Weitere Informationen zu Messerkriminalität finden Sie in der Analyse auf Mediendienst Integration.