In einer beeindruckenden Leistung hat Dr. Claus Fröhlich, Abteilungsleiter der Karateabteilung beim TSV Landsberg am Lech 1882 e. V., die Prüfung zum 7. DAN im Shotokan-Karate erfolgreich bestanden. „Es ist ein entscheidender Meilenstein in meiner Karriere“, sagte Fröhlich nach der anspruchsvollen Prüfung, die in Bietigheim-Bissingen in Baden-Württemberg stattfand. Dies ist ein besonders bedeutendes Ereignis, da in diesem Jahr deutschlandweit nur vier Anwärter zum 7. DAN zugelassen wurden. Dr. Fröhlich gehört damit zu den höchstgraduierten Karate-Meistern Deutschlands und ist einer der jüngsten Träger dieses Grades, wie Augsburger Allgemeine berichtet.
Die Zulassung zur Prüfung war kein Zuckerschlecken: Sie setzte verschiedene Kriterien voraus, darunter Trainer- und Prüferlizenzen und die erfolgreiche Ausbildung eigener Schwarzgurte. Darüber hinaus war die Ausrichtung von Lehrgängen und der Betrieb eines eigenen Dojos erforderlich. Auch persönliche Wettkampferfolge wurden in die Entscheidung einbezogen. Fröhlich bereitete sich über ein ganzes Jahr intensiv auf diese Prüfung vor, was seine Entschlossenheit und Leidenschaft für das Shotokan-Karate unterstreicht.
Engagement und Erfahrung
Dr. Fröhlich praktiziert Shotokan-Karate seit 1987 und bringt über 24 Jahre Erfahrung als Trainer und Abteilungsleiter mit. Sein Ehrgeiz zeigt sich nicht nur in seinen eigenen Erfolgen, sondern auch in seiner Hingabe, seine Schüler bis zum Schwarzgurt zu führen. Die Karateabteilung des TSV Landsberg hat schon viele talentierte Kämpfer hervorgebracht, die von Fröhlichs Expertise profitieren. Er legt großen Wert auf persönliche Weiterbildung, um sein umfangreiches Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.
Zusätzlich zu seinen karate-spezifischen Qualifikationen besitzt Fröhlich eine A-Trainerlizenz für Leistungs- und Breitensport sowie eine Lehrerqualifikation für Kobudo und Selbstverteidigung. Diese breite Ausbildung ist nicht nur für seine eigene Entwicklung von Bedeutung, sondern auch eine Bereicherung für seine Schüler, die von einem hohen Niveau an Fachwissen profitieren.
Die Zukunft des Karate
Die Ausbildung von Karatelehrern in Deutschland hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat die Ausbildung auf B-Trainer-Ebene im Karate anerkannt, wie auf der Website des Deutschen Karate Verbandes nachzulesen ist. Voraussetzung ist eine gültige C-Lizenz im Breitensport. Unter der Leitung von Dr. phil. Axel Binhack, 7. DAN Shotokan, werden regelmäßig Seminare zur Aus- und Fortbildung von Instruktoren angeboten.
Die Ausbildung endet mit einem gruppenbezogenen Prüfungsgespräch, und erfolgreiche Teilnehmer erhalten eine zertifizierte Urkunde als Karatelehrerin oder Karatelehrer. Diese Schritte sind nicht nur für die persönliche Weiterentwicklung der Teilnehmer wichtig, sondern tragen dazu bei, ein starkes Netzwerk innerhalb der Karate-Gemeinschaft in Deutschland zu schaffen.
Gemeinschaft und Tradition
Das Shotokan-Karate im JKA-Stil fördert nicht nur körperliches Training und effektive Selbstverteidigung, sondern ist auch ein spannender Sport, der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten schafft. Laut der AJKA Germany kümmert sich der Verband um einheitliche Trainingsstandards und die Organisation nationaler sowie internationaler Lehrgänge und Wettkämpfe.
Das Verständnis und die Weitergabe von Wissen in den angeschlossenen Dojos stehen im Fokus. Die Trainingsphilosophie zitiert den japanischen Poeten Basho: „Wir versuchen nicht, in die Fußstapfen unserer Meister zu treten. Wir suchen, was sie gesucht haben.“ Dies zeigt, dass es im Karate nicht nur um Technik, sondern auch um persönliche Weiterentwicklung geht.
Dr. Claus Fröhlichs Erfolg ist nicht nur eine persönliche Errungenschaft, sondern ein Zeichen für die Qualität und Hingabe, die die Karateabteilung des TSV Landsberg verkörpert. Der Verein und seine Mitglieder gratulieren herzlich zu dieser bemerkenswerten Auszeichnung und blicken optimistisch in die Zukunft der Karate-Disziplin.