Heute ist der 24.02.2026 und in der Region rund um Landsberg am Lech stehen spannende Entwicklungen an. Der Neubau der Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS), die für die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg am Lech und Starnberg zuständig ist, befindet sich kurz vor der Fertigstellung. Landrat Stefan Frey hatte kürzlich die Gelegenheit, die neue ILS in Gernlinden zu besichtigen. Diese soll als zentraler Punkt der Sicherheitsstruktur für über 640.000 Menschen dienen.
Der Neubau ermöglicht eine effiziente Koordination von mehr als 230 Feuerwehren sowie vier THW-Ortsverbänden. Darüber hinaus werden rund 900 Brand- und Gefahrenmeldeanlagen über die neue Leitstelle überwacht. Der Innenausbau ist bereits in vollem Gange; die Einsatzleittische und Möbel wurden installiert, während die IT und Einsatzleittechnik ab März 2026 in die Räumlichkeiten einziehen werden. Die offizielle Inbetriebnahme der ILS ist für Mai 2026 geplant.
Funktionalität und Struktur der ILS
Das neue Gebäude der ILS erstreckt sich über vier Geschosse, inklusive eines Untergeschosses. Es beherbergt einen Leitstellenraum mit zwölf Einsatzleitplätzen sowie neun Büroräume für Betriebsleitung und IT. Für die Verwaltung stehen sieben Büroräume zur Verfügung. Auch soziale Aspekte kommen nicht zu kurz: Ein Küchen- und Sozialbereich sowie ein Besprechungsraum sind ebenfalls eingeplant. Für das betriebliche Kurzzeitwohnen sind drei Zweizimmerwohnungen vorgesehen, die auch als Ruheräume oder zusätzliche Büroräume genutzt werden können.
Ein besonderes Highlight des Neubaus ist die begrünete Dachfläche, die mit Solarmodulen ausgestattet wird. Diese umweltfreundliche Maßnahme zeigt das Engagement der Verantwortlichen, nicht nur für die Sicherheit, sondern auch für Nachhaltigkeit zu sorgen. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck (ZRF FFB), dem die Landkreise Dachau, Fürstenfeldbruck, Landsberg und Starnberg angehören, ist für den Neubau verantwortlich.
Aufgaben und Bedeutung einer Integrierten Leitstelle
Die Aufgaben der Integrierten Leitstellen sind im Gesetz über die Errichtung und den Betrieb Integrierter Leitstellen (ILSG) genau definiert. Zu den zentralen Aufgaben gehören die Entgegennahme aller Notrufe, Notfallmeldungen und Hilfeersuchen im Leitstellenbereich. Auch die Alarmierung aller erforderlichen Einsatzkräfte und -mittel, wie der Rettungsdienst, Feuerwehren und Katastrophenschutz-Einrichtungen, liegt in der Verantwortung der ILS. Zudem stellt die Leitstelle ein umfassendes Lagebild und eine Dokumentation zur aktiven Führungsunterstützung im Katastrophenschutz bereit. Dies geschieht nicht nur im Notfall, sondern auch zur Unterstützung bei der Alarmierungsplanung und deren praktischer Umsetzung. (mehr Infos hier)
Die ILS ist zudem ein wichtiger Anlaufpunkt für schwerhörige, ertaubte und sprachgeschädigte Personen, die in Notfällen auf die Unterstützung der Leitstelle angewiesen sind. Außerhalb der üblichen Dienstzeiten fungiert die ILS als Meldekopf für die Kreisverwaltungsbehörde in dringlichen Fällen.
Insgesamt umfasst das Schutzgebiet der ILS vier Landkreise mit einer Gesamtfläche von 2306 km², 84 Städte und Gemeinden sowie eine Bevölkerung von 641.294 Einwohnern (Stand: 30.09.2023). Die ILS gewährleistet die Sicherheit und schnelle Hilfe für all diese Menschen, indem sie 234 Orts- und Gemeindefeuerwehren, vier Ortsverbände des Technischen Hilfswerks, 14 rund um die Uhr besetzte Rettungswachen sowie zahlreiche Rettungswagen und Notarztstandorte koordiniert.
Der Neubau der ILS in Fürstenfeldbruck repräsentiert nicht nur einen Fortschritt in der Sicherheitsinfrastruktur, sondern ist auch ein Beispiel für die Zusammenarbeit der Landkreise zur Verbesserung der Notfallversorgung. Es bleibt spannend zu beobachten, wie die neue Leitstelle in Zukunft dazu beitragen wird, die Sicherheit der Bevölkerung in dieser Region zu gewährleisten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel hier.