Der VW ID.3, ein beliebter Elektroflitzer, hat sich im Dauertest des ADAC über erstaunliche 160.000 Kilometer bewährt. Dabei stand die Haltbarkeit der Hochvoltbatterie und die Gesamtqualität des Fahrzeugs im Mittelpunkt. Die Prüfer begaben sich auf eine lange Reise, die vor genau vier Jahren begann, am 7. Mai 2021, und können nun ein durchweg positives Resümee ziehen. Laut den Ergebnissen von news38 hat der ID.3 Pro S mit einem Netto-Batterie-Inhalt von 77 kWh nach der Testfahrt eine Kapazität von stolzen 91 Prozent.
Volkswagen bietet in der Regel eine Garantie von 160.000 Kilometern oder acht Jahren, je nachdem, welches Limit zuerst erreicht wird. Der ADAC hebt hervor, dass der Akku trotz der hohen Belastung, darunter häufiges Schnellladen, keine nennenswerten Schwächen aufwies. So wurden über 40 Prozent der Zeit Schnellladevorgänge durchgeführt, und der ID.3 wurde oft mit vollem Akku über mehrere Tage geparkt, was in der Vergangenheit schon andere Elektroautos zu schaffen machte.
Ein genauer Blick auf den Akkustatus
Der Gesundheitszustand (State of Health, SOH) des Akkus wurde ebenfalls genau unter die Lupe genommen. Nach 160.000 Kilometern zeigt er einen SOH von 91 Prozent, was über den von VW garantierten 70 Prozent liegt. Hier zeigt sich: Der ID.3 ist durchaus für Langstrecken geeignet, auch wenn die Ladeleistung bei kaltem Wetter gelegentlich etwas in die Knie geht. Der ADAC empfiehlt daher, stets aktuelle Software-Updates zu installieren, um die Ladeleistung von bis zu 170 kW zu nutzen, was auch die Effizienz des Fahrzeugs verbessert hat.
Im Laufzeitverlauf hat sich der Verbrauch von anfangs 20,0 kWh/100 km auf nunmehr 18,3 kWh/100 km verringert. Die realistische Reichweite liegt bei zügiger Fahrweise bei rund 400 km und kann in kalten Monaten auf 300 bis 320 km sinken. Dies sind alles Werte, die im Alltag von anderen eAutos oft nicht erreicht werden können.
Service und Reparaturen
Wartungsintervalle alle zwei Jahre sind beim ID.3 eingeplant, wobei die ersten Wartungskosten bei 74.271 km etwa 500 Euro und die zweite bei 176.604 km rund 427 Euro betrugen. Kleinere Reparaturen wurden benötigt, wie etwa der Austausch einer defekten GPS-Antenne für 525 Euro oder die Behebung eines Problems mit der automatischen Türöffnung. Diese Mängel sind jedoch vergleichsweise gering und beeinträchtigen nicht die Attraktivität des Fahrzeugs.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der VW ID.3 die Belastung des ADAC-Dauertests mit Bravour bestand. Bereits im ersten Langzeittest dieser Art kann das E-Auto durchweg positive Bewertungen für seine Leistung, Fahrverhalten und Langlebigkeit einfahren. Sein Komfort und die sichere Straßenlage machen ihn für viele Fahrer attraktiv.
Für zukünftige Langstreckenfahrer ist der ID.3 ohne Zweifel ein solides Angebot, das sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn überzeugt. Die nächste große Zielmarke im Test sind 250.000 Kilometer, auf die wir alle mit Spannung warten dürfen.