In der Region Franken hat sich in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Bewegung im Bäckerhandwerk entwickelt. Immer mehr Bäcker setzen auf traditionelle Herstellungsverfahren und hochwertige, regionale Zutaten. Dies spiegelt sich in den Ergebnissen einer Umfrage wider, die die beliebtesten Bäcker in der Region ermittelt hat. Die Leser von InFranken haben ihre Favoriten gewählt und die Ergebnisse sind beeindruckend.
Auf Platz 1 steht die Freibäckerei Erbel in Dachsbach, die seit 1680 in Familienbesitz ist und mittlerweile in der 12. Generation geführt wird. Mit ihrer traditionellen Backstube und der Verwendung von Natursauerteig begeistert sie ihre Kunden mit Broten, Brezen und Lebkuchen, ganz ohne Backhefe und Zusatzstoffe. Im Jahr 2023 wurde sie zudem als bester Bäcker Bayerns ausgezeichnet. Der zweite Platz geht an die Buchauer Holzofenbäckerei in Pegnitz, die für ihre hochwertigen Rohstoffe und die Verwendung von Holz- und Steinbacköfen bekannt ist. Ihr Sortiment umfasst verschiedene Brotsorten, die durch die spezielle Backweise besonders aromatisch sind.
Tradition und Qualität im Bäckerhandwerk
Der dritte Platz wird von der Kerlings Backwerkstatt in Bad Staffelstein belegt. Hier werden traditionelle Natursauerteigbrote und fränkische Bauernbrote frisch zubereitet. Mit über 100 Jahren Erfahrung in der vierten Generation hat sich diese Bäckerei einen festen Platz in der Region erarbeitet. Auf Platz 4 folgt die Landbäckerei Gottschalk in Lauf, die sich durch handwerkliche Herstellung von Broten und Brötchen auszeichnet. Das familiengeführte Unternehmen bietet ein breites Sortiment zu einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis an.
Die Holzofenbäckerei Schauer in Bad Staffelstein rundet die Liste auf Platz 5 ab. Sie setzt auf traditionelles Uetzinger Holzofenbrot und vermeidet jegliche Backmischungen und künstliche Zusatzstoffe. Seit 1993 hat sich die Bäckerei auf natürliche Zutaten spezialisiert, was bei den Kunden großen Anklang findet.
Die Kunst des Brotbackens
Das Bäckerhandwerk hat eine lange Tradition, die bis in die Zeit der alten Ägypter zurückreicht. Diese kannten bereits Sauerteig und stellten eine Vielzahl von Brotsorten her. In Deutschland ist der Beruf des Bäckers seit der Zeit Karls des Großen bekannt, und die Zünfte, die im 12. Jahrhundert entstanden sind, sorgten für die Regelung des Wettbewerbs und die Qualitätssicherung. Trotz der Herausforderungen, die das Handwerk in den letzten Jahrzehnten durchlebt hat, bleibt die Liebe zum Brot und die Handwerkskunst ungebrochen.
Ein modernes Beispiel für die Rückkehr zu traditionellen Werten im Brotbacken ist die Back- und Kochschule Verceres, die im Jahr 2022 einen Holzbackofen errichtete. Dort werden nicht nur Brote, sondern auch Pizzen und Rahmfladen zubereitet. Bei der Produktion wird Wert auf regionale Herkunft der Zutaten gelegt, was den Geschmack der Brote beeinflusst. Die Freude am Kochen und Essen in Gesellschaft spielt eine zentrale Rolle, und die Nachfrage nach natürlichen Produkten wächst stetig.
Ein Blick in die Zukunft des Bäckerhandwerks
Das deutsche Bäckerhandwerk, das aktuell rund 12.155 Innungsbetriebe und 275.200 Beschäftigte zählt, hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Der Konsum von Brot pro Haushalt bleibt konstant bei etwa 62,4 kg pro Jahr. Auch wenn die Anzahl der Bäckereien gesunken ist, wächst das Interesse an handwerklich hergestellten, qualitativ hochwertigen Backwaren. Initiativen wie der „Tag des Deutschen Brotes“, der 2013 ins Leben gerufen wurde, tragen zur Wertschätzung des Bäckerhandwerks bei. Mit einer erfolgreichen Prüfung für das Brotbacken vor der Handwerkskammer in Bayreuth im Juli 2023 zeigt sich, dass die Zukunft des Bäckerhandwerks vielversprechend ist.
Für weitere Informationen zu den besten Bäckern in Franken und deren besonderen Angeboten besuchen Sie bitte die Quelle. Darüber hinaus können Sie sich auf Bauer Brot über regionale Backkurse und die Philosophie hinter der traditionellen Brotproduktion informieren. Das Bäckerhandwerk bleibt auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der deutschen Esskultur.