In der fränkischen Stadt Lauf an der Pegnitz gab es am 13. Januar 2026 einen Überfall, der die lokale Gemeinschaft erschütterte. Zwei Männer stehen im Verdacht, einen 43-Jährigen an der S-Bahn-Station überfallen und verletzt zu haben. Der Vorfall ereignete sich gegen 20:26 Uhr, als das Opfer auf dem Weg von der Haltestelle Lauf West in Richtung Kärntner Straße war. Die Angreifer forderten Zigaretten und ein Handy, doch als der Mann sich weigerte, schlugen sie ihm ins Gesicht und traten gegen seinen Kopf, während er zu Boden ging. Trotz der brutalen Attacke flüchteten die Täter ohne Beute.
Im Rahmen der Ermittlungen gerieten die Tatverdächtigen, ein 18-Jähriger und ein 20-Jähriger, in den Fokus der Polizei. Am Tag nach dem Überfall sollen die beiden in einem Drogeriemarkt in Erlangen gewalttätig geworden sein, nachdem sie dort einen Ladendiebstahl begangen hatten. Bei diesem Vorfall griffen sie einen Ladendetektiv an. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth beantragte daraufhin Haftbefehle gegen die flüchtigen Tatverdächtigen. Der 20-Jährige wurde bereits in der vergangenen Woche festgenommen, während sich der 18-Jährige am 11. Februar 2026 selbst bei der Polizei stellte. Beide Männer wurden einem Ermittlungsrichter vorgeführt und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht, wo sie sich wegen des Verdachts von zwei Straftaten verantworten müssen. Weitere Informationen zu dem Vorfall finden Sie in einem detaillierten Bericht auf InFranken.
Ähnliche Vorfälle in der Region
Die Gewaltkriminalität scheint in der Region ein wachsendes Problem darzustellen. So gab es Mitte September einen bewaffneten Überfall auf eine Tankstelle in Hersbruck, ebenfalls im Nürnberger Land. Ein vermummter Täter bedrohte eine Angestellte mit einer Waffe und konnte mit Beute fliehen. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung mit mehreren Streifen und einem Polizeihubschrauber ein, doch der Täter konnte zunächst entkommen. Später richtete sich der Tatverdacht gegen ein 30-jähriger Mann und eine 29-jährige Frau, die schließlich in Schleswig-Holstein festgenommen wurden. Bei der Festnahme griff der 30-Jährige die Einsatzkräfte mit einem Messer an, wurde jedoch überwältigt. Auch in diesem Fall wurden Haftbefehle beantragt, und die Verdächtigen werden sich wegen Raubüberfalls verantworten müssen. Weitere Details zu diesem Vorfall finden Sie in einem Bericht auf Nordbayern.
Ein Blick auf die Kriminalitätsstatistik
Die aktuellen Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die allgemeine Sicherheitslage in Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 sank die Kriminalität erstmals leicht um 1,7 % auf 5.837.445 registrierte Straftaten. Besonders auffällig ist der Anstieg der Gewaltkriminalität um 1,5 % auf 217.277 Fälle, was den höchsten Stand seit 2007 darstellt. Kinder und Jugendliche sind hierbei besonders betroffen, was sich in den steigenden Zahlen tatverdächtiger Kinder und Jugendlicher widerspiegelt. Die PKS zeigt zudem einen Anstieg der nichtdeutschen Tatverdächtigen um 7,5 % auf 85.012. Es bleibt abzuwarten, wie sich die aktuelle Lage weiterentwickeln wird und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Für weiterführende Informationen zur Kriminalstatistik besuchen Sie bitte die offizielle Seite des BKA.