Am 13. Januar 2026 ereignete sich an der S-Bahn-Station in Lauf an der Pegnitz ein überaus brutaler Überfall auf einen 43-jährigen Mann. Wie InFranken berichtet, wartete das Opfer auf den Zug, als es von zwei Männern angegriffen wurde. Diese forderten Zigaretten und ein Handy, und als der Mann sich weigerte, schlugen sie ihn ins Gesicht und traten gegen seinen Kopf, während er zu Boden ging. Trotz der Gewalttat flüchteten die Täter ohne Beute. Ein erschreckender Vorfall, der die Sicherheitslage an öffentlichen Verkehrsstationen erneut in den Fokus rückt.

Im Rahmen der Ermittlungen gerieten die beiden Tatverdächtigen, ein 18-Jähriger und ein 20-Jähriger, in den Fokus der Polizei. Unmittelbar nach dem Überfall, am 14. Januar, sollen sie in einem Drogeriemarkt in Erlangen gewalttätig geworden sein. Hier griffen sie einen Ladendetektiv an, nachdem sie zuvor versucht hatten, Damendrogeriewaren zu stehlen. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte Haftbefehle gegen die beiden flüchtigen Männer aus, die schließlich in die Fänge der Polizei gerieten. Der 20-Jährige wurde in der vergangenen Woche festgenommen, während sich der 18-Jährige am 11. Februar 2026 selbst bei der Polizei stellte.

Immer mehr Überfälle in der Region

Die Sicherheit in Bayern ist ein heiß diskutiertes Thema. Dies wird auch durch die neueste Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) unterstrichen, die einen Rückgang der allgemeinen Kriminalität um 1,7 % im Jahr 2024 feststellt. Dennoch steig die Gewaltkriminalität um 1,5 % auf den höchsten Stand seit 2007. Besonders betroffen sind Kinder und Jugendliche, die zunehmend als Tatverdächtige in Erscheinung treten. Wie die stärkeren Steigerungen bei Gewalt- und Sexualdelikten zeigen, müssen die Sicherheitsbehörden weiterhin wachsam bleiben.

Ein weiterer Vorfall, der ebenfalls die Sicherheit im Nürnberger Land zum Thema gemacht hat, war ein bewaffneter Überfall auf eine Tankstelle in Hersbruck im September 2025. Ein vermummter Täter bedrohte die Angestellte mit einer Waffe und konnte zunächst unerkannt fliehen. Nach intensiven Fahndungen konnte die Polizei den Hauptverdächtigen, einen 30-jährigen Mann, und eine 29-jährige Komplizin in Schleswig-Holstein festnehmen. Hierbei kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, als der Mann die Einsatzkräfte mit einem Messer angreifen wollte. Doch die Beamten waren vorbereitet und konnten die Situation schnell unter Kontrolle bringen. Die beiden Verdächtigen wurden in eine Justizvollzugsanstalt nach Bayern gebracht und müssen sich nun wegen Raubüberfalls verantworten.

Sicherheitslage – Was tun?

Die Vorfälle werfen Fragen auf: Wie sicher fühlen sich die Bürgerinnen und Bürger in der Region? Die Polizei appelliert an die Öffentlichkeit, bei verdächtigen Beobachtungen sofort zu melden. Denn so kann schnell und effektiv reagiert werden. Angesichts der steigenden Zahlen bei Gewalt- und Raubdelikten bleibt es abzuwarten, welche Maßnahmen die Behörden ergreifen werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.

Der aktuelle Trend zeigt, dass das Thema Kriminalität den Bürgern nicht gleichgültig ist. Denn trotz Rückgang bei vielen Straftaten gibt es Licht und Schatten. Die Zahlen sind alarmierend. Vor allem die Zunahme der Gewaltkriminalität und der Übergriffe auf Jugendliche ist besorgniserregend. Die PKS 2024 verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen die Sicherheitskräfte stehen.

Insgesamt bleibt die Lage angespannt, und sowohl Polizei als auch Bürger sind gefordert, um ein sicheres Umfeld zu fördern und zu erhalten.