Die Papiermühle Homburg hat ein neues Veranstaltungsformat ins Leben gerufen, das den Besuchern von November bis April ein abwechslungsreiches Programm bietet. Unter dem Namen „ZwischenZeit“ werden in der traditionellen Papierscheune verschiedene Events organisiert, um die Zeit bis zur Wiedereröffnung im Mai zu überbrücken. Wie main-spessart.de berichtet, fiel der Startschuss für dieses spannende Projekt am 16. November 2025, mit rund 30 Interessierten, die sich für das erste Thema begeisterten.

Museumsleiter Johannes Follmer hieß die Gäste herzlich willkommen und leitete in die Veranstaltung ein. Besonderes Highlight des Nachmittags war der Vortrag von Carl-Michael Heüveldop, einem internationalen Berater für Ausweisdokumente und Grenzkontrollen. Sein Thema: Hochsicherheitspapier und dessen Schutzmechanismen. Heüveldop erläuterte den Anwesenden, wie Geldscheine und Ausweise durch spezielle Tinten, Wasserzeichen und etwa 35 Sicherheitsmerkmale ab der Papierfaser vor Fälschungen geschützt werden. Der Referent betonte auch die Wichtigkeit des „Ökosystems“ für die Nutzung und Kontrolle dieser Dokumente, etwa an Flughäfen oder während Bundesbank-Kontrollen. Nach dem Vortrag wurde die Fragerunde so lebhaft, dass sie die geplante Zeit deutlich überstieg, wie die Berichterstattung von papiermuehle-homburg.de zeigt.

Nachhaltigkeit in der Papierherstellung

Die Geschichte des Papiers reicht weit zurück und umfasst verschiedene Formen wie Papyrus und Pergament. Diese Erkenntnisse stammen aus den ältesten Mühlentechniken bis hin zu modernen Produktionsverfahren. Das Klostermühlenmuseum hebt hervor, dass Papier ursprünglich aus alten Lumpen hergestellt wurde, die von Lumpensammlern gesammelt und zu gleichmäßiger Masse verarbeitet wurden. Mit der Erfindung, Holz als Rohstoff für die Papierherstellung zu nutzen, wurde der Rohstoffmangel deutlich reduziert und die Grundlage für die moderne Papierindustrie gelegt.

Die nächste Veranstaltung im Rahmen der „ZwischenZeit“ findet am 14. Dezember ab 15 Uhr unter dem Titel „Stille Nacht“ statt. Diese weihnachtliche Feier erinnert an die Stilllegung der Papierproduktion, die im Dezember 1975 stattfand. Besucher dürfen sich auf ein stimmungsvolles Ambiente mit Bratwurst, Glühwein und musikalischer Unterhaltung freuen. Der Eintritt zu diesem Event ist frei. Weitere Informationen über die Papiermühle Homburg und das gesamte Programm sind auf ihrer Website zu finden.

Die papiererzeugende Tradition, die aus der antiken Welt stammt, spiegelt sich auch in der Tätigkeit der Papiermühle Homburg wider, die durch innovative Formate wie „ZwischenZeit“ ihre Besucher auf unterhaltsame Weise mit der faszinierenden Geschichte des Papiers vertraut macht.