Am 23. Februar 2026 blicken die Eishockey-Fans in Deutschland gespannt auf die bevorstehenden Play-offs der Deutschen Frauen Eishockey-Liga (DFEL). Der ECDC Memmingen, der Titelverteidiger und sechsmalige Meister, hat sich in dieser Saison eindrucksvoll präsentiert und die Hauptrunde als Erster abgeschlossen. Mit zwei klaren Siegen gegen die Mad Dogs Mannheim (6:1 und 5:2) hat das Team die Weichen für die kommenden Spiele gestellt. Die Play-offs beginnen am Samstag, dem 28. Februar, und Memmingen trifft im Halbfinale auf den viertplatzierten ERC Ingolstadt im Modus „Best-of-5“.
Das erste Heimspiel findet am Samstag um 17:15 Uhr in Memmingen statt. Für die Fans bedeutet dies die Gelegenheit, ihr Team lautstark zu unterstützen. Die weiteren Spiele sind ebenso spannend: Das zweite Spiel wird am Sonntag, dem 1. März, in Ingolstadt ausgetragen, gefolgt von einem möglichen dritten Spiel am Samstag, dem 7. März, um 17:15 Uhr in Memmingen. Sollte es notwendig sein, wird das vierte Spiel am Sonntag, dem 8. März, in Ingolstadt stattfinden, und ein mögliches fünftes Spiel am 14. März um 17:15 Uhr in Memmingen.
Erfolge und Leistungen der Spielerinnen
In dieser Saison hat Theresa Knutson mit 34 Punkten (19 Tore, 15 Vorlagen) den Titel der Topscorerin der DFEL-Saison 2025/26 erobert. Ihre Teamkollegin Nara Elia hat sich als beste Torjägerin profiliert, indem sie 21 Treffer erzielte. Diese individuellen Leistungen sind ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs des ECDC Memmingen, das den Titel des Meisterschaftsgewinners 2025 trägt.
Die DFEL, die höchste Eishockeyliga der Frauen in Deutschland, wurde 1988 gegründet und wird seit der Saison 2006/07 eingleisig ausgespielt. Ab der Saison 2024/25 wird die Liga den Sponsorennamen blossom-ic DFEL tragen. Aktuell besteht die Liga aus fünf Mannschaften, und der Rekordmeister ESC Planegg hat insgesamt acht Titel gewonnen. Im Vergleich dazu hat der ECDC Memmingen in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen und sich als ernstzunehmender Konkurrent etabliert.
Die Entwicklung des Fraueneishockeys
Die Zuschauer- und Sponsorenzusprüche waren in der Vergangenheit gering, doch ab Mitte der 2010er Jahre zeichnete sich eine zunehmende Professionalisierung im Fraueneishockey ab. Ein Beispiel für diesen Aufschwung ist die Teilnahme der ersten ausländischen Mannschaft, den Amsterdam Tigers, in der Saison 2023/24. Im November 2023 stellte zudem das Team Eisbären Juniors Berlin einen Zuschauerrekord mit 2801 Zuschauern auf, was den wachsenden Zuspruch für den Fraueneishockeysport verdeutlicht.
Die deutsche Frauen-Eishockeynationalmannschaft, die seit den 1980er Jahren aktiv ist, hat an zahlreichen Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen teilgenommen. Ihr historischer Höhepunkt war die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft 1989 in Esbjerg. Viele Spielerinnen der Nationalmannschaft kommen aus der DFEL, was die enge Verknüpfung zwischen Liga und Nationalteam verdeutlicht. Ziel bleibt die dauerhafte Etablierung in der Spitzengruppe und die internationale Konkurrenzfähigkeit, was durch die Leistungen der Ligamannschaften, insbesondere des ECDC Memmingen, unterstützt wird.
Insgesamt zeigt die aktuelle Saison, dass das Fraueneishockey in Deutschland auf einem vielversprechenden Weg ist. Die bevorstehenden Play-offs bieten die Gelegenheit, die besten Talente und Teams in action zu sehen und die Entwicklung des Sports weiter voranzutreiben. Mehr Informationen zur Liga finden Sie auf der offiziellen Webseite des Deutschen Eishockey-Bunds: www.deb-online.de.