Am 24. Februar 2026 fand ein bedeutendes Treffen zwischen der Memminger Polizeiinspektion und dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) statt, um die Radfahrsicherheit in der Region zu verbessern. Die Veranstaltung wurde in der Zangmeisterstraße im Rahmen der ADFC-Ausstellung „Der Riese in Dir“ abgehalten. Manfred Guggenmos, der Verkehrsbeauftragte der Polizei, stellte seinen Nachfolger, Thomas Münch, vor und leitete die Diskussion über wichtige Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit beim Radfahren.

In seiner Ansprache dankte Manfred Neun, der Vorsitzende des ADFC-Kreisverbands, Guggenmos für die Unterstützung bei Fahrradtouren und -demonstrationen. Auch Sandra Wegele und Andreas Strehl wurden für ihre wertvollen Beiträge gewürdigt. Günter Fürst, ein engagierter TourGuide, war ebenfalls anwesend. Ein zentrales Thema der Diskussion war die Entwicklung von Radrouten sowie die Notwendigkeit von Infrastruktur-Investitionen, um das Radfahren sicherer und attraktiver zu gestalten. Die Anregungen von Radfahrenden aus der Ausstellung sollen in einer „Fahrrad-Verkehrsschau“ Berücksichtigung finden.

Fahrradfreundliche Infrastruktur in Memmingen

In Memmingen sind bereits mehrere Straßen als Fahrradstraßen ausgewiesen, darunter die Augsburger Straße, die Buxacher Straße und der Einödweg. Radfahrer genießen auf diesen Straßen besondere Vorzüge, die in einer Broschüre zur Augsburger Straße näher erläutert werden. Künftig wird es auch nicht benutzungspflichtige Radwege geben, die baulich angelegt und erkennbar sind, aber nicht mit entsprechenden Verkehrszeichen versehen sind. Radfahrer dürfen diese Wege nutzen oder auf der Fahrbahn fahren, während Kfz nicht auf Radwegen halten oder parken dürfen.

Besonders wichtig ist die Rücksichtnahme der Radfahrer auf Fußgänger, vor allem auf gemeinsamen Geh- und Radwegen. Hierbei sind Piktogramme zur Verdeutlichung erforderlich, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Gemäß § 2 Abs. 4 StVO besteht eine Radwegbenutzungspflicht nur bei entsprechender Kennzeichnung, was den Radfahrern ein gewisses Maß an Flexibilität in der Verkehrsnutzung gewährt.

Ein Blick in die Zukunft

Die Diskussion über das Miteinander im Verkehr und das aggressive Verhalten von Autofahrenden war ein weiteres zentrales Thema. Ein Beispiel aus Helsinki, wo ab 2024 keine toten Fußgänger und Radfahrenden durch flächendeckendes Tempo 30 verzeichnet werden sollen, zeigt, wie solche Maßnahmen auch in Memmingen realisiert werden könnten. Einigkeit bestand darüber, dass das „Elterntaxi“ abgeschafft werden muss, um die körperliche und mentale Entwicklung von Kindern zu fördern.

Das Resümee des Treffens bekräftigt das Engagement von Polizei und ADFC für die Radfahrsicherheit und die zahlreichen Vorteile des Radfahrens. Die Unterstützung durch andere Memminger Vereine für die „Zehn Memminger Freiheitsartikel der aktiven Mobilität“ unterstreicht die gemeinsame Vision einer radfreundlicheren Stadt.

Für weiterführende Informationen zu den Themen Radverkehr und Mobilität in Memmingen können Interessierte die Broschüren auf der offiziellen Webseite der Stadt einsehen, die umfassende Informationen zu den allgemeinen Regeln und Sicherheitsaspekten des Radverkehrs bereitstellt hier.

Die Bemühungen um eine sichere und attraktive Radinfrastruktur sind nicht nur für die aktuelle Generation von Radfahrern wichtig, sondern tragen auch zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Memmingen bei. Es bleibt zu hoffen, dass die getroffenen Maßnahmen und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren langfristig Früchte tragen werden.

Für mehr Informationen zu den Aktivitäten der Polizei und des ADFC in Memmingen, können Sie auch die ausführliche Berichterstattung auf Kurierverlag nachlesen.