In den letzten Tagen hat das Wetter im Landkreis Miesbach einige Herausforderungen für die Skisaison mit sich gebracht. Starke Niederschläge am Dienstag führten zu überfluteten Straßen und Skipisten. Glücklicherweise besserte sich das Wetter am Mittwoch, was die Situation entspannte. Egid Stadler, Sprecher der Alpen-Plus-Skigebiete, äußerte sich zu den Auswirkungen des Regens auf die Pisten, die teilweise am Spitzing und Brauneck geschlossen werden mussten, während das Sudelfeld komplett dicht machte. Auf den Pisten bildeten sich große Wasseransammlungen, die eine Präparierung unmöglich machten. Trotz dieser Widrigkeiten gibt es auch positive Nachrichten: Die aktuelle Schneeauflage auf den Hauptpisten beträgt zwischen 60 und 80 Zentimetern, und Skifahren ist am Spitzing und Sudelfeld bis Ende März möglich; die Kabinenbahn am Brauneck bleibt bis Ostern geöffnet. Um die Schneedecke bis zum Osterwochenende zu sichern, wird die Erhöhung der Schneekanonen in Betracht gezogen, und die Hoffnung auf weitere Naturschneefälle bleibt bestehen, um die Saison bis Ostermontag zu verlängern. Mehr Informationen zu den aktuellen Bedingungen finden Sie in unserem Artikel auf Merkur.
Kunstschnee als Lebensretter
Die Bedeutung von Kunstschnee zeigt sich nicht nur in Miesbach, sondern in vielen Regionen der Alpen. Die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel gilt als Höhepunkt der Wintersportsaison. Doch leider liegt in vielen Gebieten weniger Schnee als üblich. In Österreich mussten einige kleinere Skigebiete aufgrund von Schneemangel und hohen Temperaturen vorübergehend schließen. Dennoch laufen die Lifte in vielen größeren Skizentren wieder, unterstützt durch Schneekanonen. So betont Tourismus-Chef Wolfgang Breitfuß in Saalbach-Hinterglemm, wie wichtig Kunstschnee für den Skisport ist. In Bayern ist die Lage ähnlich: In den bayerischen Alpen gibt es eine dünne Schneedecke über 2.000 Metern, darunter sind oft nur noch Schneeflecken zu finden. Dank der künstlichen Beschneiung bleiben viele Pisten jedoch befahrbar. Die Wetterprognosen für Weihnachten sind in diesem Jahr ungewiss, was die Planung der Wintersportler erschwert. Weitere Informationen zu den aktuellen Bedingungen können Sie in unserem Artikel auf NW.de nachlesen.
Die Zukunft der Skigebiete im Klimawandel
Die Veränderungen in den Skigebieten sind nicht nur durch das Wetter bedingt. In den letzten Jahrzehnten haben sich die Bedingungen für die Schneesicherheit stark gewandelt. Eine Datenauswertung des Bayerischen Rundfunks analysierte Informationen über Skigebiete aus den letzten 40 Jahren. Diese Untersuchung zeigt, dass die Liftkapazitäten in Deutschland zwischen 1993 und heute um etwa 15 % gestiegen sind, während sie in Österreich um 56 % zugenommen haben. Die Länge der Pisten in Deutschland blieb nahezu unverändert, was eine interessante Diskrepanz darstellt. Der Deutsche Alpenverein fordert umfassendere Verkehrskonzepte, um die Emissionen durch Anreisen mit dem Pkw zu reduzieren. Auch die Beschneiungsanlagen sind ein zentraler Punkt der Modernisierung. In Bayern nahm der Ausbau der Beschneiung ab Mitte der 90er Jahre zu, und im Jahr 2019 konnten 76 % der Skigebiete beschneit werden. Doch bei all den technischen Lösungen bleibt die Frage, wie sinnvoll zukünftige Investitionen angesichts steigender Temperaturen sind. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Artikel auf Tagesschau.de.






