Die Aufregung im Rosenheimer Fußballlager ist spürbar, denn der Rückrundenstart der Saison 2025/26 steht vor der Tür. Der TSV 1860 Rosenheim hat sich bestens darauf vorbereitet und blickt optimistisch auf die kommenden Herausforderungen. Die erste Mannschaft beendete die Herbstrunde überraschend im oberen Drittel der Tabelle, obwohl viele Experten den Verein zu Beginn der Saison als Abstiegskandidaten sahen. „Wir haben uns in der Herbstrunde gut verkauft“, berichtet Trainer Wolfgang Schellenberg, der sein Team bereits seit Mitte Januar auf die Rückrunde einstellt.
Ein Highlight der vergangenen Monate war die erfolgreiche Hallensaison, in deren Rahmen der Sparkassencup zurückgeholt wurde. Zudem gab es vielversprechende Testspiele gegen Bayernligisten, die mit deutlichen Siegen gegen unterklassige Teams endeten. Das letzte Testspiel vor dem Rückrundenauftakt beschloss die Vorbereitungsphase mit einem 1:0-Sieg im Toto-Pokal gegen den FC Schwabing. Am 28. Februar 2026 startet die erste Mannschaft gegen den TSV 1865 Murnau.
Gut gerüstet für die Rückrunde
Für den Rückrundenauftakt steht nahezu der gesamte Kader zur Verfügung, abgesehen von Simon Stein, der langfristig verletzt ist, und Johann Ngounou, der sich im Aufbautraining befindet. Dies lässt Trainer Schellenberg die Qual der Wahl – er kann variabel aufstellen und hofft auf eine spielerische Weiterentwicklung seiner Mannschaft.
Die Konkurrenz wird jedoch nicht leichter: Teams wie die SpVgg Unterhaching haben sich mit Toptorjägern verstärkt, während der TSV Wasserburg und der VfB Hallbergmoos-Goldach ambitionierte Aufstiegspläne verfolgen. Außerdem hat der TSV 1865 Murnau, der kommende Gegner, sich ebenfalls ordentlich verstärkt. „Da liegt was an“, so Schellenberg, der sich der Außenseiterrolle jedoch bewusst ist. Die Trainingsarbeit zielt darauf ab, attraktiven Fußball zu zeigen und die eigene Spielweise weiterzuentwickeln.
Nachwuchsspieler im Fokus
Ein zentraler Bestandteil der Kaderplanung ist die Einbindung der eigenen Talente. Der Verein fördert weiterhin Nachwuchsspieler aus dem eigenen Umfeld, und viele U19-Spieler durften bereits erste Einsatzzeiten in der ersten Mannschaft sammeln. Die U19-Junioren führen derzeit die Landesliga Bayern Süd an, während die U21 alle Vorrundenspiele in der Kreisklasse gewonnen hat und die Tabelle deutlich anführt. „Das ist ein Zeichen für eine gute Entwicklung“, sagt Schellenberg.
Im Kontext der Nachwuchsförderung bleibt festzuhalten, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) Reformen anstoßen wollen, um den Übergang von Nachwuchsspielern in den Profibereich zu erleichtern. Hannes Wolf, neuer Direktor für Nachwuchs, Training und Entwicklung beim DFB, betont, dass Deutschland im internationalen Vergleich hinter Ländern wie England und Frankreich zurückliegt, wenn es um die Ausbildung und Förderung von Talenten geht. Das Fehlen deutscher Vereine unter den Top Ten der Nachwuchsausbildung ist alarmierend, und es bleibt abzuwarten, wie sich die geplanten Änderungen auswirken werden.
Der TSV 1860 Rosenheim steht vor einer spannenden Rückrunde, wo sowohl der Überlebenskampf als auch die Entwicklung des eigenen Talents im Vordergrund stehen werden. Mit frischem Elan und einer hohen Motivation kann das Team beim Rückrundenstart am 28. Februar 2026 gegen den TSV 1865 Murnau zeigen, dass sie gewillt sind, den Platz im oberen Drittel der Tabelle zu verteidigen.
Für die U19 steht am 1. März 2026 das Spiel gegen die SpVgg Grün-Weiß Deggendorf auf dem Programm, während die U21 am 6. März 2026 gegen den TSV Schnaitsee antreten wird. Man darf gespannt sein, welche Talente sich hervorheben und ob der TSV 1860 Rosenheim seine Erfolgsgeschichte fortschreiben kann.
Weitere Informationen finden Sie auf Innpuls, 1860 Rosenheim und Deutschlandfunk.





