In Großheubach brennt es bereits vor dem Wahltermin für das Bürgermeisteramt. Ulrike Oettinger, die derzeitige Gemeinderätin, strebt danach, als Bürgermeisterin nicht nur die Administration zu verwalten, sondern aktiv die Zukunft der Gemeinde mitzugestalten. Ein Hauptanliegen der Kandidatin ist es, den Dialog zwischen der Verwaltung und den Bürgern zu fördern. „Ich möchte, dass sich die Leute gehört fühlen“, so Oettinger, die sich für eine engere Kommunikation und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit in der Gemeinde stark macht. Sie plant dafür die Einführung einer Gemeinde-App, um Anliegen unbürokratisch und direkt bearbeiten zu können. Die Nutzerfreundlichkeit und das Umgehen mit Anliegen der Bürger stehen dabei im Vordergrund, was Oettinger zu einem frischen Wind im politischen Geschehen von Großheubach machen könnte.
Was sind die Kernziele der Politikerin? Ganz klar: Sie möchte nicht nur die Verwaltung von Großheubach leiten, sondern die Pläne für eine zukunftsfähige Gemeinde gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gestalten. „Es reicht nicht, nur zu verwalten“, so Oettinger. Sie ist überzeugt, dass neue Wege der Bürgerbeteiligung notwendig sind, um kreative Ideen aus der Bevölkerung in das politische Geschehen zu integrieren. Ihr Credo: „Ich bin bereit, Verantwortung für die Zukunft von Großheubach als Bürgermeisterin zu übernehmen, mit aktiver Beteiligung der Bürger.“
Bürgerbeteiligung als Schlüssel
In der heutigen Zeit, wo das Vertrauen in politische Institutionen schwindet, setzt Oettinger auf Bürgerbeteiligung. Laut einem Bericht von kommunal.de hat sich das gesellschaftliche Klima in Deutschland stark verschärft. Die Bürger zeigen zunehmend Widerstand gegen kommunale Projekte – Proteste und Anfeindungen gegen Kommunalpolitiker nehmen zu. Die Notwendigkeit eines Kulturwandels in der Kommunikation ist daher unübersehbar, um das Vertrauen wiederherzustellen und die Menschen aktiv einzubeziehen.
Doch was bedeutet Bürgerbeteiligung genau? Ein Blick auf die Definitionen von lpb-bw.de zeigt: Neben konventionellen Verfahren wie Wahlen und Abstimmungen gibt es auch unkonventionelle Möglichkeiten, wie Dialogverfahren oder Unterschriftensammlungen. Durch die Vielzahl der Lebensstile und Meinungen, die in einer pluralistischen Gesellschaft existieren, wird es für Politiker zunehmend herausfordernder, allen gerecht zu werden. Ulrike Oettinger möchte daher durch direkte Gesprächsformate und innovative Ideen die Basis stärker in die politische Entscheidungsfindung einbeziehen.
Ein Ratschlag eines Berufsschullehrers an Oettinger bringt es auf den Punkt: „Du musst nicht immer wissen, wie es weitergeht, nur dass es weitergeht.“ Diesen Ratschlag könnte die Kandidatin als Motto für ihren Wahlkampf annehmen. Denn es geht nicht nur um die Entscheidungen an der Spitze, sondern um die Gespräche und den Austausch mit den Menschen vor Ort. Oettingers Engagement, das in ihren Hobbys, wie dem Lkw-Fahren, sichtbar wird, zeigt, dass sie bereit ist, neue Wege zu gehen.
Abschließend bleibt zu sagen: In einem Umfeld, in dem Bürger zunehmend fürchten, ihre Anliegen würden nicht ausreichend Gehör finden, könnte Ulrike Oettingers Ansatz, mehr Einbindung und Austausch zu fördern, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. Ihre Kandidatur für das Bürgermeisteramt könnte das Impulsfeuer sein, das Großheubach braucht, um eine aktive Bürgergesellschaft zu leben.