Aktuell gibt es besorgniserregende Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf am Inn: Erstmals wurden dort Fälle der Vogelgrippe registriert. Laut dem Veterinäramt wird Geflügelhaltern dringend geraten, nun entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Die für das Wohl der Tiere notwendige Infrastruktur muss umgehend bereitgestellt werden. Unter anderem sind ausreichend Ställe, Sitzstangen und Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere notwendig, um ihnen ein sicheres Umfeld zu bieten.
Darüber hinaus sollten alle Geflügelhaltungen, gleich ob Hühner, Enten, Puten, Gänse oder Wachteln, umgehend dem Veterinäramt gemeldet werden. Obwohl derzeit noch keine allgemeine Aufstallungspflicht besteht, kann sich dies jederzeit ändern, je nach Entwicklung der Seuchenlage.
Wichtige Präventionsmaßnahmen
Im Hinblick auf die Unterstützung der Geflügelhalter fordert das Amt, das Einstreumaterial vor Wildvögeln geschützt zu lagern. Außerdem sind bei Funden mehrerer toter Vögel, insbesondere Wasservögel, sofortige Meldungen an die zuständige Stelle unter 08631 / 699-728 erforderlich. Die Vogelgrippe H5N1 breitet sich vorrangig im Herbst aus und ist in den letzten Wochen auch in anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen zu einer alarmierenden Situation geworden, wie das Friedrich-Loeffler-Institut berichtet.
Besonders betroffen sind wilde Kraniche, die als Überträger fungieren können. Über 500.000 Vögel mussten bereits getötet werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Übertragungen erfolgen durch direkten Kontakt mit infizierten Wildvögeln oder indirekt durch verunreinigte Futterstellen und Geräte. Das Virus H5N1 verläuft häufig tödlich und kann auch kleinere Bestände an Hausgeflügel infizieren.
Regelungen in anderen Regionen
In mehreren Landkreisen, wie beispielsweise im Thüringer Kyffhäuserkreis, gelten bereits strengere Maßnahmen. Hier sind Stallpflichten für Geflügel angeordnet, und auch der Zukauf von Hausgeflügel über Märkte ist nur unter strengen Voraussetzungen gestattet. Tiere, die ausgestellt werden sollen, müssen klinisch untersucht werden. Um die Ausbreitungsgefahr weiter zu minimieren, wurde im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt der Handel mit Geflügel und Vögeln auf Märkten untersagt.
Die Situation zeigt, dass die Vogelgrippe in Deutschland weit verbreitet ist. Bis auf Bremen wurden in allen anderen Bundesländern bereits Fälle gemeldet. Auch in Thüringen mussten zahlreiche Tiere aufgrund bestätigter Infektionen getötet werden. Diese unheilvolle Entwicklung macht deutlich, wie wichtig es ist, präventiv zu handeln und das eigene Geflügel weiterhin aufmerksam zu beobachten, wie das MDR berichtet.
Wie es weitergeht, bleibt abzuwarten. Wichtig ist, dass alle Geflügelhalter vorausschauend handeln und sich über die geltenden Vorschriften und Schutzmaßnahmen genau informieren, um ihre Tiere effizient zu schützen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.