Im Gespräch über die Zukunft der Bahnverbindungen in Niederbayern steht die Elektrifizierung der Strecke Simbach-Mühldorf im Fokus. Die Parteispitzel der Grünen haben klare Worte für die CSU gefunden, die, wie sie behaupten, nicht genug für das Projekt tut. Laut PNP zeigt sich die CSU ob dieser Kritik irritiert, insbesondere nachdem MdB Günter Baumgartner angekündigt hat, dem Projektbeirat zur Elektrifizierung beizutreten. Baumgartner will damit einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse leisten.

Die Grünen, vertreten durch MdB Marlene Schönberger, MdL Mia Goller und die Landratskandidatin Larissa Hausberger, monieren, dass die CSU sich in Verkehrsfragen schlichtweg bewährt hat. Goller weist auf die gescheiterte A 94 hin und spricht von einem Mangel an Fortschritten im Bereich der Elektrifizierung. Baumgartner sowie MdL Martin Wagle (CSU) kontern diese Aussagen und betonen, dass sie sich intensiv für die Elektrifizierung einsetzen.

Projektbeirat und Infrastruktur

Der neu gegründete Projektbeirat hat das Ziel, den Ausbau der Bahnstrecke ABS 38 zu beraten und schnellere Planrechtsverfahren zu unterstützen. Baumgartner bekräftigt die Wichtigkeit dieses Projekts an das Verkehrsministerium heranzutragen. Wagle hebt hervor, dass eine Elektrifizierung nicht nur wirtschaftlich, sondern auch praktisch sei – sie helfe, Verspätungen zu reduzieren. Die CSU hat zudem die Petition des Simbacher Stadtvereins zur Elektrifizierung unterstützt, was zeigt, dass das Thema einen breiten Rückhalt erfährt.

Zusätzlich verteidigen die CSU-Abgeordneten Landrat Michael Fahmüller, indem sie betonen, dass der Landkreis nicht für den Bahnausbau zuständig sei. Baumgartner kritisiert weiterhin die Ampel-Regierung, die, von seiner Sicht aus, nicht genügend Projekte in Niederbayern vorantreibt und zwar in einem Bereich, der für die Region von essenzieller Bedeutung ist.

Fortschritt und Verantwortung

Die Diskussion um die Bahnstrecke macht deutlich, dass es eine große Verantwortung gibt, wenn es darum geht, die Verkehrswege der Zukunft zu gestalten. Die Bürgerinnen und Bürger erwarten von ihren gewählten Vertretern, dass sie sich aktiv für die Belange der Region einsetzen. Gerade in einer Zeit, in der nachhaltige Mobilität immer wichtiger wird, müssen strittige Fragen zur Elektrifizierung und Bahninfrastruktur angegangen werden.

Die CSU bekräftigt zudem ihren Einsatz für den Ausbau der A 94, was zeigt, dass sie trotz der Kritik an ihrer Verkehrspolitik bereit ist, Initiative zu zeigen und für Verbesserungen zu kämpfen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Projektbeirat in der Sache Fortschritte erzielen kann und ob der Dialog zwischen den politischen Lagern fruchtbar ist.