Geflügelpest breitet sich aus: Erste Fälle im Landkreis Altötting!

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Mühldorf am Inn meldet erste Fälle der Geflügelpest H5N1, ausgelöst durch Wildvögel. Biosicherheitsmaßnahmen sind dringend erforderlich.

Mühldorf am Inn meldet erste Fälle der Geflügelpest H5N1, ausgelöst durch Wildvögel. Biosicherheitsmaßnahmen sind dringend erforderlich.
Mühldorf am Inn meldet erste Fälle der Geflügelpest H5N1, ausgelöst durch Wildvögel. Biosicherheitsmaßnahmen sind dringend erforderlich.

Geflügelpest breitet sich aus: Erste Fälle im Landkreis Altötting!

Die Sorgen um die Geflügelpest nehmen in der Region zu. Am 23. Oktober wurde in Kirchweidach eine infizierte Wildgans entdeckt. Leider war das Tier so geschwächt, dass es eingeschläfert werden musste. Dies war der erste bestätigte Fall der aktuellen Welle der Geflügelpest im Landkreis Altötting, und die Nachricht hat alarmierende Wellen geschlagen, denn auch der benachbarte Landkreis Mühldorf meldet bereits erste Fälle. Dort wurden zudem fünf tote Graugänse am Stauwehr Jettenbach gefunden, deren Untersuchungen einen Nachweis des hochpathogenen aviären Influenzavirus (HPAIV) vom Subtyp H5N1 ergaben, wie pnp.de berichtet.

Doch wie ist es zu dieser besorgniserregenden Situation gekommen? Der erste Ausbruch von Geflügelpest in Bayern wurde am 9. Oktober 2025 in einem Gänsebetrieb im Landkreis Dingolfing-Landau amtlich bestätigt. Das Friedrich-Löffler-Institut hat das Vorhandensein des H5N1-Virus anerkannt, und damit sind die Alarmglocken läutend. Im gesamten Oktober häufen sich die Ausbrüche bei Geflügelhaltungen in Deutschland, während gleichzeitig hohe Nachweise von H5N1 bei Wildvögeln, insbesondere Kranichen, zu verzeichnen sind. Besonders besorgniserregend ist der erwartete Anstieg der Fallzahlen sowohl bei Wildvögeln als auch bei gehaltenen Vögeln in den kommenden Wochen, wie das LGL Bayern berichtet.

Schutzmaßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen

Angesichts der steigenden Fallzahlen ist es unerlässlich, präventive Maßnahmen zu ergreifen. Die Experten empfehlen, auf die Biosicherheitsmaßnahmen zu achten, um Kontakte zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln zu vermeiden. Das heißt konkret: Fahrzeuge und Geräte sollten nach dem Transport von Geflügel gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Tierhalter müssen besonders wachsam sein und bei auffälligen Symptomen sofort einen Tierarzt hinzuziehen. Im Falle eines Ausbruchs sind die betroffenen Vögel zu töten, und es müssen Sperrzonen eingerichtet werden, die einen umfassenden Schutz bieten sollen.

Das LGL hat zudem ein Wildvogelmonitoring in Bayern etabliert, um eine frühzeitige Erkennung von Fällen zu gewährleisten. Auch wenn HPAI-Viren als potenziell zoonotisch gelten, sind bislang keine Übertragungen auf Menschen in Deutschland bekannt, was angesichts der Lage ein gewisses Trostpflaster darstellt. Es bleibt jedoch eine Wachsamkeit geboten, insbesondere für exponierte Gruppen, denn das Risiko einer zoonotischen Influenzaübertragung wird als moderat eingeschätzt.

Fazit

Die Situation rund um die Geflügelpest birgt hohe Risiken für die Tierhaltung in Bayern. Das Monitoring und die proaktiven Maßnahmen sind essenziell, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Angesichts der derzeitigen Lage werden sowohl Landwirte als auch die Behörden gefordert, ein gutes Händchen zu beweisen, um die Tiergesundheit und letztlich auch die öffentliche Gesundheit zu sichern. Die weiteren Entwicklungen werden mit größter Aufmerksamkeit verfolgt.