Aufregung im oberbayerischen Bahnverkehr: Die Strecke zwischen München und Holzkirchen wurde aufgrund erheblicher Weichenschäden gesperrt. Dies hat zur Folge, dass viele Pendler, Schüler und Ausflügler seit geraumer Zeit frustriert sind. Besonders jetzt, wo die Nachfrage in der Hochsaison für Ausflugsziele hoch im Kurs steht, ist die Situation angespannt. Die Deutsche Bahn (DB) hat angekündigt, dass die Strecke voraussichtlich ab Donnerstag, dem 17. Juli, wieder regulär befahren werden kann. Bereits ab dem 10. Juli sollen die S-Bahnen der Linie S3 bis Deisenhofen zurückkehren, wie BR.de berichtet.

Die Sperrung trat aufgrund von Schäden an mehreren Weichen in Deisenhofen und Unterhaching in Kraft, die während einer Routineinspektion entdeckt wurden. Sicherheit hat für die Bahn oberste Priorität, weshalb die Entscheidung zur Sperrung unumgänglich war. In diesen stark frequentierten Zeiten ist dies besonders schmerzlich, da der Urlauberverkehr in die Alpenregionen stark leiden muss. Viele Züge, darunter die S3 und Linien der Bayerischen Regiobahn (BRB), sind betroffen. Die S3 verkehrt nur zwischen Mammendorf und Giesing, während die BRB-Züge aus südlichen Gebieten nur bis Holzkirchen fahren können, wie Deutsche Bahn ausführlich beschreibt.

Die Schwierigkeiten des Ersatzverkehrs

Da der Zugverkehr nicht durch Ersatzbusse ausgeglichen werden kann, werden Reisende aufgefordert, nicht zwingend notwendige Fahrten zu vermeiden. Der Ersatzverkehr umfasst Busse und bis zu 60 Großraumtaxis, die zwischen Giesing und Holzkirchen verkehren und an allen S-Bahn-Stationen halten. Leider sind diese Maßnahmen nicht immer genug, um die hochgerechneten Passagierzahlen zu bewältigen, und der Fahrgastverband Pro Bahn hat die Situation als “Gau” bezeichnet und die Infrastruktur kritisiert. Da keine festen Fahrzeiten existieren, kommt es zu längeren Wartezeiten, was besonders für Pendler frustrierend ist, so TAG24.

Die Probleme, die durch defekte Weichen verursacht werden, schränken nicht nur den Verkehr ein», sondern hindern auch viele Reisende daran, ihre Ausflugsziele im Voralpenland zu erreichen. Regionalzüge aus südlichen Gebieten wie Tegernsee, Lenggries und Rosenheim enden derzeit in Holzkirchen, was die Anreise stark erschwert. Die DB hat bereits angekündigt, dass seitens der Instandsetzung aufwändige Arbeiten an den spezialangefertigten Weichen laufen. Ein genauer Zeitrahmen zur Behebung der Probleme bleibt abzuwarten; die BRB rechnet damit, dass die Situation bis Ende Juli anhalten könnte.

Die Bahn verspricht schnelle Lösungen: Teilweise werden defekte Weichen durch gerade Schienen ersetzt, um die Strecke schneller wieder befahrbar zu machen, während andere Weichen durch neue ersetzt werden. Die Fertigung im Schwellen- und Weichenwerk wurde beschleunigt, um die dringend benötigte Kapazität schnell wiederherzustellen. Für die Reisenden bleibt nur, sich regelmäßig über den aktuellen Stand in den Auskunftsmedien zu informieren, um für die nächste Reise besser planen zu können.