Ein gewaltiges Chaos droht den Pendlern in der Region um München, denn vom 1. bis 12. Dezember 2025 wird die wichtige Bahnstrecke zwischen München und Freising komplett gesperrt. Diese Einschränkung betrifft insbesondere die S-Bahn-Linie S1, die Regelverbindung von Freising nach Feldmoching sowie die Verbindung zum Flughafen. Die FDP-Kreisräte Tobias Weiskopf, Jens Barschdorf und Philipp Fincke haben bereits einen Brandbrief an die Deutsche Bahn (DB) geschrieben, um auf die massiven Auswirkungen auf die Pendler aufmerksam zu machen.

Weiskopf und seine Kollegen sind besorgt über die steigenden Fahrtzeiten, die durch die Sperrung zu erwarten sind: Die Fahrt von Freising nach München wird sich von 26 auf über 60 Minuten verlängern, die Verbindung von Moosburg nach München von 36 auf rund 83 Minuten und von Moosburg nach Neufahrn sogar von 22 auf 56 Minuten. Die DB begründet die Sperrung mit einem notwendigen Schwellentausch. Laut einer 🎧pressemitteilung[Meer] der DB ist es wichtig, die Fahrgäste über diese vorübergehenden Veränderungen aufzuklären, doch die Stimmen der Pendler werden laut.

Fehlender Ersatzverkehr

Wie sich die Lage zuspitzt, wird vor allem durch das Fehlen eines adäquaten Ersatzverkehrs deutlich. Während für die S1 zum Flughafen SEV-Expressbusse angeboten werden, gibt es zwischen Freising und Lohhof/Feldmoching keinen Schienenersatzverkehr, was die Situation für Reisende enorm erschwert. Bereits jetzt sind die bestehenden Buslinien X660 und 635 im Berufsverkehr überfüllt, was zu einer weiteren Belastung führt und die Pendler vor große Herausforderungen stellt. Der Landkreis hat bereits die Taktungen erhöht und investiert in zusätzliche Angebote, sieht dies jedoch nicht als dauerhafte Lösung. Weiskopf fordert daher schnellstmöglich eine Abstimmung mit der DB und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) für eine angemessene Lösung.

Zusätzliche Herausforderungen im Nahverkehr

Die Probleme mit dem Schienenersatzverkehr sind nicht neu, wie ähnliche Situationen in der letzten Zeit zeigen. So gab es etwa im Sommer eine Sperrung zwischen München und Tegernsee aufgrund defekter Weichen, die ebenfalls massive Verzögerungen und Unannehmlichkeiten für Reisende verursachte. Der Bürgermeister von Rottach-Egern und andere Lokalpolitiker kritisierten die unzureichende Kommunikation und die Zuverlässigkeit des Schienenverkehrs. Auch die Tourismusbranche hat bereits unter den Fahrzeitverlängerungen gelitten, was die Berg- und Wasserfreuden der Region betrifft.

Für Pendler und Reisende heißt es also: Ein gutes Händchen behalten beim Planen der nächsten Fahrten! Die Deutsche Bahn hat auf ihrer Webseite aktuelle Informationen zu Störungen und Streckenunterbrechungen bereitgestellt. Hier können Reisende die Störungskarte und die Abfahrtstafeln einsehen sowie die Funktionen für automatische Benachrichtigungen nutzen, um auf dem Laufenden zu bleiben. Dennoch bleibt zu hoffen, dass bis zum Beginn der Sperrung eine tragfähige Lösung gefunden wird, um die Unannehmlichkeiten für die Pendler so gering wie möglich zu halten.