In einer aufregenden Lesung am 22. November wird der Schauspieler und Weltenbummler Benno Fürmann in der Allerheiligen-Hofkirche in München das Hörspiel „Minus 50 Grad: Im Herzen des Winters“ präsentieren. Diese besondere Aufführung widmet sich dem historischen Wettlauf zwischen dem norwegischen Entdecker Roald Amundsen und dem Briten Robert Falcon Scott zum Südpol. Fürmann, der mit 19 Jahren in die USA zog, um Schauspieler zu werden, ist begeistert von den Herausforderungen des Bergsteigens und hat in seinem Buch „Unter Bäumen“ zahlreiche Reiseerzählungen veröffentlicht. Dabei sieht er sich nicht als Abenteurer, sondern hat einen klaren Sinn für gesundes Risiko.

Amundsen, der am 14. Dezember 1911 als erster Mensch den geografischen Südpol erreichte, war ein Meister der Planung und Vorbereitung. Seine Expedition war sehr erfolgreich und er kehrte sicher zu seiner Basis, Framheim, zurück, während Scott und seine Begleiter tragischerweise bei ihrer Rückkehr starben. Amundsen hatte ursprünglich Pläne, den Nordpol zu erreichen, entschloss sich jedoch heimlich, den Südpol anzustreben, um keine Unterstützung zu verlieren. Diese Taktik wurde von vielen in Frage gestellt, doch sein Erfolg sprach für sich. Bei seiner Expedition ließ Amundsen ein gut aufgestelltes Team und die nötigen Ressourcen in Form von Lebensmitteln und Schlittenhunden zurück, die ihm beim Überstehen der extremen Bedingungen halfen. Dies hebt die strategische Schläue hervor, die ihn zu einem der größten Polar-Entdecker machte.

Die Aufführung und ihre musikalische Begleitung

Für die Aufbereitung des Stoffes hat die Autorin Eva Hofmann sowohl Tagebucheintragungen als auch Briefe der Expeditionsteilnehmer verwendet. Die musikalische Untermalung erfolgt durch Isabel Lhotzky und ihr Klavier-Quartett, das sowohl Filmmusik als auch spätromantische Werke von Komponisten wie Edward Elgar, Jean Sibelius und Edvard Grieg in die Vorstellung einfließen lässt. Diese Verbindung von Musik und Erzählung verspricht, die emotionale Tiefe der Expeditionserlebnisse zu transportieren und das Publikum in die raue, eisige Welt der Antarktis zu entführen. Die Zusammenarbeit zwischen Hofmann und Lhotzky zeigt sich in der Vergangenheit bereits als äußerst fruchtbar und lässt auf eine besondere Darbietung hoffen.

Benno Fürmann, der durch seine Agentur für dieses Projekt angefragt wurde, fand das Thema des Wettlaufs zwischen Amundsen und Scott von Anfang an spannend. In Gesprächen gibt er zu, dass ihn seine eigenen Erfahrungen beim Bergsteigen auf einer persönlichen Ebene mit den Protagonisten verbinden. Das Hörspiel verspricht, nicht nur ein spannendes Stück Geschichte wieder aufleben zu lassen, sondern auch die inneren Konflikte und den menschlichen Ehrgeiz zu beleuchten, die mit solch riskanten Unternehmungen verbunden sind.

Ein aufregendes Event, das nicht nur Geschichtsinteressierte in die Kirche locken könnte. Das Rennen um den Südpol war ein bedeutendes Kapitel in der Geschichte der Polarforschung und hat bis heute einen festen Platz in der Erinnerung an die großen Abenteuer der Menschheit. Amundsen gilt als einer der größten Entdecker seiner Zeit, der nicht nur den Südpol erreichte, sondern auch die Risiken und Möglichkeiten der Polarerkundung neu definierte. Seine Fähigkeit, sich an die Bedingungen vor Ort anzupassen und die Techniken der Inuit zu übernehmen, war für den Erfolg seiner Expedition entscheidend.

Das Hörspiel „Minus 50 Grad: Im Herzen des Winters“ startet am Samstag, dem 22. November, um 20 Uhr in der Allerheiligen-Hofkirche in München. Dieses Event sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, wenn man sich für Abenteuer und die Herausforderungen der Geschichte interessiert.