Am 20. Februar 2026 fand in München eine von den sozialen Medien initiierte Veranstaltung statt, die sich als „Deutschlands größte Schneeballschlacht“ entpuppte. Der Aufruf dazu wurde auf Instagram veröffentlicht und erreichte fast 25.000 Likes, was die Teilnahme Hunderter Menschen anlockte. Die Teilnehmer trafen sich vor der Alten Pinakothek, wo sie sich eine halbe Stunde lang mit Schnee bewarfen und viel Spaß hatten. Trotz des fröhlichen Anlasses gab es auch einige rechtliche Aspekte, die im Hintergrund eine Rolle spielten.
Der Nutzer, der diesen Aufruf gestartet hatte, hatte ursprünglich gefordert, dass der Beitrag mindestens 1.000 Likes erhalten müsse, damit die Schneeballschlacht stattfinden könne. Dies wurde weit übertroffen, was zu einer Vielzahl von Teilnehmern führte. Tine Nehler, Sprecherin der Pinakotheken, berichtete, dass die Veranstaltung glimpflich ablief und die Sicherheit der Besucher beachtet wurde. Videos von der Schneeballschlacht wurden massenhaft auf Social Media geteilt, und die Betreiber des Kunstmuseums zeigten sich erfreut über die rege Teilnahme und posteten eigene Videos auf Instagram. [Quelle]
Rechtliche Herausforderungen
Obwohl die Schneeballschlacht ein großes Vergnügen darstellte, war die Aktion nicht bei den zuständigen Behörden angemeldet, was für öffentliche Veranstaltungen erforderlich ist. Das Kreisverwaltungsreferat München stellte klar, dass eine Genehmigung notwendig sei, um die Sicherheit der Teilnehmenden zu gewährleisten. Der Initiator der Veranstaltung wurde aufgefordert, seinen Aufruf zurückzunehmen, da ihm offenbar die Dimension der Veranstaltung nicht bewusst war. Er rief die Teilnehmer dazu auf, respektvoll zu sein und keine gefährlichen Gegenstände wie Eisbrocken oder Steine in die Schneebälle zu mischen oder auf Köpfe zu zielen. [Quelle]
Das KVR wies zudem darauf hin, dass Veranstalter für mögliche Schäden haften und Kosten für Polizei- und Rettungsdiensteinsätze entstehen können. Unklar bleibt, ob die nicht genehmigte Veranstaltung rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen wird, und es bleibt abzuwarten, ob der Initiator mit einer Anzeige wegen fehlender Genehmigung konfrontiert wird. Die Höhe der möglichen Strafe ist ebenfalls noch nicht bekannt. [Quelle]
Ein neuer Trend?
Die Schneeballschlacht in München zeigt, wie soziale Medien das Freizeitverhalten der Menschen beeinflussen können und welche Dynamik solche Events annehmen können. Während die Freude und der Spaß im Vordergrund standen, gilt es, die rechtlichen Aspekte nicht zu vernachlässigen. Es bleibt spannend zu beobachten, ob solche Veranstaltungen in Zukunft häufiger stattfinden und wie die Behörden darauf reagieren werden, insbesondere in einer Zeit, in der Gemeinschaftsaktionen und soziale Interaktionen besonders wertvoll sind.