In Ulm ist der Abriss der westlichen Wallstraßenbrücke fast vollendet. Ein Raupenkran hebt die letzten Betonteile aus der westlichen Hälfte der Brücke, während das Südende bereits per Bagger abgerissen wurde. Diese Stelle war besonders unproblematisch, da dort keine Bahngleise verlaufen. Mit dem Rückbau der Brücke sind die Vorarbeiten für den Neubau bereits in vollem Gange und werden in den nächsten Wochen fortgesetzt. So werden Bohrpfähle für die neuen Brückenpfeiler in den Untergrund gebohrt, was ein wichtiger Schritt im gesamten Bauvorhaben darstellt. Der Bau der neuen Brücke hat begonnen; der Brückenkasten wird derzeit in Plauen geschweißt. Das gesamte Projekt soll bis Ende 2029 abgeschlossen sein und umfasst neben dem Neubau der Brücke auch den Blaubeurer-Tor-Tunnel. Für mehr Informationen über den Fortschritt und Details des Projekts können Interessierte einen Blick auf die offizielle Seite der Stadt werfen, die hier zu finden ist.

Die nächsten Schritte

Der Raupenkran wird ab Samstag demontiert, und das stützende Gerüst unter der Brücke wurde größtenteils abgebaut. In etwa zwei Jahren wird der Raupenkran zurückkehren, um den Abriss der östlichen Brücke durchzuführen. Diese fortlaufenden Arbeiten sind Teil eines umfassenderen Plans, in dem die Stadt Ulm mehrere marode Brücken sanieren oder ersetzen möchte.

Die Wallstraßenbrücke ist dabei nur ein Teil eines größeren Projekts, das auch den Umbau am Blaubeurer Tor beinhaltet. Insgesamt plant die Stadt, mehrere hundert Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren in die Brückeninfrastruktur zu investieren. Die Brücken in Ulm, viele davon aus den 50er und 60er Jahren, sind nicht mehr für den heutigen Verkehr ausgelegt, was zu einem dringenden Handlungsbedarf führt.

Weitere Bauprojekte in Ulm

Ein Beispiel für die notwendigen Sanierungsarbeiten ist die Gänstorbrücke, die Ulm mit Neu-Ulm verbindet. Diese Brücke ist stark marode, weshalb ein Neubau notwendig ist. Die Bauarbeiten beginnen Mitte 2024 und sollen bis 2028 abgeschlossen sein. Die Kosten werden auf etwa 40 Millionen Euro geschätzt, die sich die Städte Ulm und Neu-Ulm teilen werden.

Ein weiteres bedeutendes Projekt ist die Adenauerbrücke, die täglich von ca. 100.000 Fahrzeugen befahren wird. Hier ist eine Verbreiterung von sechs auf acht Spuren geplant, mit einer Bauzeit von 2025 bis 2028 und Kosten von etwa 53 Millionen Euro, die vom Bund finanziert werden. Während dieser Bauarbeiten muss jedoch mit Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

Der Umbau am Blaubeurer Tor, der 2026 beginnen soll, wird ebenfalls massive Verkehrsbehinderungen mit sich bringen. Während der Bauzeit wird der Verkehr auf der B10 bis zur Fertigstellung 2029 nur stadtauswärts fließen. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf über 200 Millionen Euro, wobei etwa 50% der Kosten durch Zuschüsse des Landes gedeckt werden.

Insgesamt wird deutlich, dass die Stadt Ulm vor großen Herausforderungen steht, um die Verkehrsinfrastruktur zukunftssicher zu gestalten. Dies ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger. Weitere Informationen zu diesen Projekten sind in einem Artikel auf Schwäbische.de zu finden.