In Ulm steht die Autofahrerwelt Kopf. In nur drei Wochen wird die B10, die zentrale Verkehrsader in der Stadt, für vier lange Jahre gesperrt. Dies sorgt bei vielen Bürger:innen für Aufregung und Besorgnis. Die ersten Bauarbeiten starten diese Woche und werden den Verkehr erheblich beeinträchtigen, wie Augsburger Allgemeine berichtet.

Fehlende Umgehungsmöglichkeiten und die bevorstehenden Einschnitte am „Blaubeurer Tor“ wurden vom Projektleiter Dominik Prandl als die bedeutendsten Maßnahmen im Rahmen der Arbeiten bezeichnet. Der Blaubeurer Ring wird in dieser ersten Phase teilweise und zeitweise vollständig gesperrt. Die Verkehrssituation in Ulm wird während dieser Zeit auf den Kopf gestellt, und Autofahrer müssen mit längeren Fahrzeiten rechnen.

Besorgte Stimmen aus der Wirtschaft

Die IHK Ulm hat bereits Besorgnis über die geplante Verkehrsinfrastruktur während der Umbauphase geäußert. In einem offenen Brief an den Ulmer Gemeinderat, Oberbürgermeister Martin Ansbacher und Baubürgermeister Tim von Winning hat die Vollversammlung der IHK klare Forderungen formuliert. Diese zielen darauf ab, zusätzliche Einschränkungen für den Individualverkehr zu vermeiden. Laut IHK soll besonders darauf geachtet werden, dass es bei den Umleitungsstrecken während der Bauphase nicht zu weiteren Verkehrseinschränkungen kommt, wie auf der Internetseite der IHK Ulm nachzulesen ist.

Die Händler und Gastronomie in Ulm sind ebenfalls besorgt. Der Umbau könnte die Erreichbarkeit der Geschäfte beeinträchtigen und so den Umsatz gefährden. Schon jetzt ist die Verunsicherung unter den Geschäftsinhabern spürbar, und man spricht nicht nur von physischen, sondern auch von psychologischen Auswirkungen dieser Umgestaltungen. Immer wieder fällt das Wort „Nichterreichbarkeit von Ulm“. Das ist ein absolutes Alarmzeichen, dass da was angeschoben werden muss!

Die Details des Umbaus

  • Ehinger Tor: Keine Reduktion der Fahrspuren auf der Neuen Straße von 5 auf 3 Spuren.
  • Furttenbachstraße: Keine Sackgasse, Verkehrsbeziehung von der Zinglerstraße auf die B10 nach Süden beibehalten.
  • Zinglerstraße/B311: Keine Reduktion von zwei auf eine Fahrspur.
  • Friedrich-Ebert-Straße: Keine Reduktion der Fahrspuren in Fahrtrichtung Süden vor dem Hauptbahnhof.
  • Kreuzungsbereich Wielandstraße/König-Wilhelm-Straße/Olgastraße: Beseitigung des Engpasses bis Ende der Umbauphase.

Die B10 ist nicht nur eine simple Straße, sondern eine bedeutende Lebensader für die Stadt Ulm. Deswegen ist es wichtig, dass alle Beteiligten, von der Stadtverwaltung bis hin zu den Bürger:innen, an einem Strang ziehen und die Herausforderungen gemeinsam meistern. Die anstehenden Maßnahmen sind notwendig, um die Infrastruktur nachhaltig zu verbessern und das Verkehrsgeschehen in Ulm auf den neuesten Stand zu bringen, wie auch Ulm.de hervorhebt.

Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Autofahrer, Anwohner und Geschäftsinhaber in Ulm sollten sich auf verschärfte Verkehrsbedingungen einstellen, während die Stadt ihre Taten in die Hand nimmt, um den Umbau letztlich zu stemmen. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge entwickeln!