Am Mittwochmorgen kam es auf der A7 bei Neu-Ulm im Stadtteil Steinheim zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Ein 53-jähriger Fahrer war in Richtung Füssen unterwegs, als sein Kleintransporter zunächst von der Fahrbahn abkam. Dabei kollidierte er zuerst mit einem Wildschutzzaun, bevor er mit einem Sattelzug zusammenprallte. Der Transporter kam letztlich am rechten Bankett zum Stillstand. Glücklicherweise wurde der Fahrer nur leicht verletzt, doch der Vorfall hatte fatale Folgen für die vierbeinigen Mitfahrer.
Im Laderaum des Wagens befanden sich fünf Hunde, von denen ein Tier leider bereits tot auf der Straße aufgefunden wurde. Zwei Hunde blieben beim Besitzer, während zwei andere Tiere in Panik davonliefen. Dies führte zu einem großangelegten Rettungseinsatz, bei dem die Feuerwehr Neu-Ulm mit einer Drohnenstaffel unterstützte, um die entlaufenen Hunde ausfindig zu machen. Augsburger Allgemeine berichtet, dass Stefan Heißt, der Leiter der Drohneneinsatzgruppe, von einer „kleinen Verfolgungsjagd“ während der Suche berichtete.
Suchaktion mit Drohnen
Der Einsatz der Drohnen war entscheidend, um die vermissten Hunde zu orten. Ein Hund konnte in der Nähe der Anschlussstelle Nersingen gefunden werden. Der zweite Hund, ein brauner, kniehoher Mischling, wird jedoch weiterhin vermisst. Die durch den Unfall verursachten Schäden liegen im niedrigen fünfstelligen Bereich. Auch der Transport der Hunde steht nun im Fokus der Ermittlungen. Laut New Facts sind die unzureichende Sicherung der Transportboxen sowie deren beschädigte Qualität kritische Punkte.
Nach dem Unfall wurde auch ein Ermittlungsverfahren gegen den Fahrer eingeleitet, um die Gefährdung des Straßenverkehrs und die Umstände des Transportes der Tiere weiter zu klären. Im Laderaum waren nicht für alle Hunde Transportboxen vorhanden, was die Situation zusätzlich verschärfte. Der Vorfall wirft einmal mehr Fragen zur Verantwortung im Tiertransport auf und verdeutlicht, wie wichtig die korrekte Sicherung der Tiere ist.
Die Feuerwehr Neu-Ulm war nicht nur bei der Rettungsaktion aktiv, sondern sicherte auch die Unfallstelle ab, zusammen mit den Feuerwehren aus Pfuhl und Elchingen. Der Abschleppdienst wurde zur Bergung des Kleintransporters gerufen, während die Suche nach dem vermissten Hund fortgesetzt wird. Die dramatische Situation hat viele Tierliebhaber in der Region erschüttert und zeigt, wie schnell es zu solchen Vorfällen kommen kann.