Heute, am 1. November 2025, feiern wir Allerheiligen, einen Tag, der tief in der christlichen Tradition verankert ist. An diesem besonderen Datum wird nicht nur an die Heiligen erinnert, sondern auch an all jene Menschen, die ein heiligmäßiges Leben geführt haben. Die katholische Kirche lehrt, dass jeder Mensch zur Heiligkeit berufen ist, weshalb auch viele Verstorbene geehrt werden können. Dies ist eine Gelegenheit, ihrer Angehörigen zu gedenken und ihre Gräber zu besuchen. Viele Menschen zieht es an diesem Feiertag in Kirchen und auf Friedhöfe, um an Gedenkfeiern teilzunehmen und eine Verbindung zu ihren Verstorbenen herzustellen, wie Augsburger Allgemeine berichtet.

Der Tag nach Allerheiligen, der 2. November, wird als Allerseelen gefeiert. An diesem Tag stehen die Toten im Mittelpunkt; insbesondere denken die Hinterbliebenen an die Seelen im Fegefeuer. Viele beten für deren Reinigung und hoffen, dass sie bald den direkten Zugang zum Himmel finden. Die Verbindung zwischen diesen beiden Feiertagen ist theologisch tiefgründig, da sie die Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Toten symbolisieren, dessen Bedeutung durch Jesus Christus gestärkt wird, wie auch Domradio betont.

Traditionen und Bräuche

In vielen katholisch geprägten Regionen, darunter auch hier bei uns in Deutschland, finden an Allerheiligen und Allerseelen zahlreiche Bräuche und Rituale statt. Die Gräber der Verstorbenen werden festlich geschmückt, und es gibt spezielle Gräberumgänge sowie Gräbersegnungen. Im Süden Deutschlands sind süße Seelenzöpfe und Seelenbrezeln eine beliebte Tradition, die in dieser Zeit gebacken werden. Kinder assoziieren Allerheiligen oft auch mit dem Halloween-Brauchtum, was einen interessanten kulturellen Austausch darstellt. Ein weiterer bemerkenswerter Brauch findet in Mexiko statt: Hier wird der „Día de los Muertos“ gefeiert, ein farbenprächtiges Fest zu Ehren der Toten, das in starkem Kontrast zu unseren eher stillen Feiern steht.

Woher stammen diese Traditionen? Allerheiligen hat seine Wurzeln im 4. Jahrhundert in Antiochien und wurde im Jahr 835 durch Papst Gregor IV. verbindlich auf den 1. November für die gesamte Westkirche festgelegt. Der Allerseelentag entstand später, im Jahr 998, und wurde 1915 von Papst Benedikt XV. offiziell verankert. Die liturgische Farbe des heutigen Feiertages ist Weiß, die in vielen Kirchen zum Zeichen der Feierlichkeit verwendet wird. Während in den evangelischen Kirchen am 1. November ebenfalls der Gedenktag der Heiligen begangen wird, feiern die orthodoxen Christen Allerheiligen am Sonntag nach Pfingsten, wie Wikipedia erklärt.

An diesem Wochenende, da viele Menschen die Gräber ihrer Angehörigen besuchen und sich an die verstorbenen Lieben erinnern, ist die Verbundenheit in der Trauer und der Dankbarkeit spürbar. Die Umfrage in Senden und Illertissen zeigt, wie wichtig dieses Gedenken für die Menschen ist. Es ist eine Zeit des Innehaltens, des Rückblicks und des Feierns des Lebens, das auch über den Tod hinausgeht.