Am vergangenen Sonntag lud der FV Biberach den Tabellenführer Türkspor Neu-Ulm zum Sportpark am Biberacher Erlenweg ein. Bei frischen Minusgraden fanden sich lediglich 125 Zuschauer ein, die überwiegend die Farben von Türkspor unterstützten. Trotz des klaren 0:3-Niederlage gegen die Gäste war die Stimmung im Biberacher Team gut, wie Co-Spielertrainer Kai Luibrand betonte. „Es ist keine Schande, gegen einen starken Gegner wie Türkspor zu verlieren. Die Punkte müssen wir gegen andere Mannschaften einfahren“, so Luibrand.
In der ersten Halbzeit präsentierte sich der FV Biberach kämpferisch und hielt die Partie offen, doch die ganz großen Torchancen blieben aus. TURKSPOR-Coach Florian Peruzzi stellte fest, dass sein Team vor der Pause hätte in Führung gehen müssen, da Biberach sich defensiv gut aufgestellt hatte. Dennoch brach der Bann in der 52. Minute, als Awet Kidane für die Gäste getroffen hat. Ab diesem Moment hatte Biberach große Mühe, den Spielverlauf zu drehen.
Das Spiel im Detail
Nach dem 0:1 geriet Biberach zunehmend unter Druck. Türkspor nutzte diese Schwäche in der 64. Minute aus und erhöhte auf 0:2 durch Jan Geis, der nach einer schönen Kombination mit Andrew Owusu und Kidane den Ball ins Netz beförderte. Biberach kämpfte um den Anschluss, doch die nächste Torchance ließ auf sich warten und entstand erst aus einem Abwehrfehler der Gäste. Luibrand wurde in dieser Situation übersehen.
Ediz Öser, der Torwart von Türkspor, musste sich anschließend durch Anfeuern warmhalten, da es an Anfeuerungen für ihn nicht mangelte. In der 79. Minute folgte dann der endgültige Knockout: Andrew Owusu erzielte das 0:3. Biberach reklamierte ein Foul an Elias Schmid, doch Schiedsrichter Robin Stauß aus Sigmaringen ließ weiterspielen. Trainer Andreas Wonschick war mit der Gesamtleistung seiner Mannschaft unzufrieden und erkannte die Überlegenheit von Türkspor an.
Trainerwechsel bei Türkspor
Der Verein plant bereits die kommende Saison in der Kreisliga A und strebt einen soliden Platz im Tabellenmittelfeld an. Abgänge wie der langjährige Torjäger Ilyas Aksit, der zur SG Alberweiler/Aßmannshardt wechselt, werfen Fragen auf. Doch auch die Neuzugänge aus der eigenen A-Jugend, wie Turhan Zegerek und Efecan Himmetoglu, sollen dafür sorgen, dass attraktive Fußballkunst gespielt wird.
Ob diese Veränderungen nachhaltig sind, wird sich in den kommenden Spielen zeigen, die sowohl für Biberach als auch für Türkspor entscheidend sein dürften. In den nächsten Partien muss der FV Biberach gegen Reinstetten und Laupheim antreten. Buchstäblich „da liegt was an“ für beide Teams, die in dieser Saison noch einiges zu beweisen haben.
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