Heute, am 15. November 2025, hat die Stadt Ulm mit einer besonderen Initiative zur Reduzierung der Saatkrähenpopulation begonnen. Der Falkner Leo Mandlsperger erkundet dafür das entsprechende Revier, um die gefiederten Störenfriede effizient zu vertreiben. Dank eines durchdachten Konzepts, das die Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit Naturschutzverbänden wie dem BUND und NABU entwickelt hat, sollen die Krähen tierschutzgerecht vergrämt werden, wie Ulm-News berichtet.
Am Donnerstagmorgen fand auf dem Münsterplatz eine Vorführung statt, bei der Anwohner und Kita-Gruppen die Maßnahmen beobachten konnten. Ein Wüstenbussard wird eingesetzt, um das Fluchtverhalten der Krähen zu aktivieren, damit diese ihre Brutplätze meiden. Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, nachhaltig Lärm und Verschmutzung durch die Krähen in der Innenstadt zu minimieren. Dies ist Teil eines umfassenden Programms zur Sauberkeit in Ulm, das auch neue Taubenhäuser umfasst.
Transparente Kommunikation und Maßnahmen
Die Stadt Ulm legt großen Wert auf Transparenz und den Austausch mit den Bürgern. Der Gemeinderatsbeschluss zur Vergrämung der Saatkrähen kam aufgrund der wachsenden Beschwerden über Lärm und Verschmutzungen in der Innenstadt zustande. Die Stadtverwaltung hat sich bereits mit anderen Kommunen, wie Laupheim und Neu-Ulm, ausgetauscht, um Erfahrungen zu teilen und den Umgang mit der Krähenpopulation zu verbessern.
Die Maßnahmen erfolgen vollständig mit Genehmigung der Naturschutzbehörde und sind klar zeitlich sowie räumlich begrenzt. Eingriffe sind nur außerhalb der Brutzeit erlaubt, um die Tiere nicht unnötig zu belasten. Aktuell ist eine Ausweitung auf andere Stadtteile nicht vorgesehen, wird jedoch bei Bedarf geprüft. Ulms Stadtverwaltung beobachtet zudem die Situation außerhalb der Innenstadt, um gegebenenfalls schnell reagieren zu können.
Biodiversität im urbanen Raum
Diese Initiative ist Teil eines größeren Ansatzes, den die Stadt verfolgt, um die Biodiversität in urbanen Gebieten zu fördern. Städte haben die Verantwortung, auf die biologische Vielfalt zu achten und entsprechende Strategien umzusetzen, wie ioer.de thematisiert. Mangelnde übergreifende Strategien für die Förderung der Biodiversität sind in vielen Städten anzutreffen. Ulm versucht, diesen Herausforderungen mit sorgfältigen Maßnahmen zu begegnen und gleichzeitig auch die Akzeptanz der Bürger zu gewinnen.
Insgesamt zeigt diese Maßnahme, dass die Stadt Ulm auf einem guten Weg ist, das Gleichgewicht zwischen urbanen Bedürfnissen und dem Schutz der Tierwelt zu schaffen. Die Initiativen zur Reduzierung der Saatkrähenpopulation sind nur ein Teil eines umfassenderen Programms, das weit über die reine Tierschutzfrage hinausgeht.