Kurz und gut, in Ulm geht’s rund! Die Stadt an der Donau, die etwa 129.000 Einwohner zählt, hat sich als echtes wirtschaftliches Kraftpaket erwiesen. Ulm belegt den 13. Platz der deutschen Landkreise nach Bruttoinlandsprodukt je Einwohner, mit stolzen 89.258 Euro. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,9%, deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 6,2%. Das zeugt von einer robusten Wirtschaft und einer positiven Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, die selbst größere Städte erblassen lässt.

Ein echter Branchenriese in der Region ist das Universitätsklinikum Ulm, das einen Arbeitgeberstatus mit rund 6400 Mitarbeitenden innehat. Es versorgt nicht nur die Stadt selbst, sondern auch weitreichende Gebiete wie Ostwürttemberg und Bodensee-Oberschwaben. Jährlich werden hier fast 50.000 stationäre Patienten und über 300.000 ambulante Fälle behandelt. Die medizinische Expertise ist durch rund 1000 Ärztinnen und Ärzte sowie 1600 Pflegekräfte gesichert, ergänzt durch über 2370 Mitarbeiter im medizinisch-technischen Dienst.

Vielfalt der Arbeitgeber

Doch nicht nur im Gesundheitswesen floriert die Wirtschaft, auch die Wieland Gruppe sticht hervor. Mit einer beeindruckenden Gründungsgeschichte seit 1820 und einem Jahresumsatz von über 5 Milliarden Euro, bietet das Unternehmen ca. 3750 Arbeitsplätze in Ulm. Weltweit beschäftigt die Gruppe rund 9600 Mitarbeiter an über 80 Standorten. Dass Ulm ein guter Standort für Unternehmen ist, zeigt sich auch an der Universität Ulm, die sich mit circa 4000 Mitarbeitenden und 10.000 Studierenden vor allem auf MINT-Fächer spezialisiert hat. Damit bekommt die Stadt auch in den kommenden Jahren frischen Wind durch gut ausgebildete Fachkräfte.

Ein weiterer wichtiger Player in Ulm ist die Hensoldt AG, ein Unternehmen, das sich auf Radartechnik und elektronische Kampfführung konzentriert und über 3000 Mitarbeitende beschäftigt. Zwick Roell, mit etwa 1800 Mitarbeitenden in der Stadt, hat sich auf Maschinen für die Werkstoffprüfung spezialisiert und veranstaltet die internationale Fachmesse „testXpo”.

Ein Blick auf die Zukunft

Und auch im Pharmabereich tut sich einiges: Teva Ratiopharm, ein Generikaunternehmen mit 2900 Mitarbeitenden, bleibt trotz wirtschaftlicher Herausforderungen ein stabiler Arbeitgeber. Gleichzeitig sieht die SETRA – Daimler Trucks mit etwa 3600 Mitarbeitenden in Neu-Ulm eine Zukunft im Busbau und hat jüngst den ersten komplett elektronisch betriebenen Überlandbus entwickelt. Das zeigt: Innovation wird in der Region großgeschrieben!

Insgesamt belegt die Wirtschaftslandschaft von Ulm eindrucksvoll, dass diese Stadt mit ihrer reichen Geschichte und ihrer strategisch günstigen Lage am Rand des Schwäbischen Jura ein echtes Zentrum für Industrie und Bildung ist. Industrie und Handel florieren hier in einem Umfeld, das geschickt auf neue Technologien und Marktentwicklungen reagiert – und das macht Ulm zu einem interessanten Platz zum Leben und Arbeiten.