Heute ist der 9.03.2026 und die Basketballsaison in der Bezirksoberliga Schwaben steht für die Schrobenhausener Green Devils auf der Kippe. Die Mannschaft hat in der laufenden Saison Schwierigkeiten, enge Spiele zu gewinnen. Ein besonders bitterer Moment war die Niederlage gegen den TV Augsburg II am Samstag, bei der die Green Devils mit 63:68 unterlagen. Dies war bereits die dritte Niederlage in kurzer Zeit, bei der die Differenz fünf oder weniger Punkte betrug. Im Vergleich zur Vorsaison, in der die Green Devils häufig knappe Spiele für sich entscheiden konnten, ist die Situation dieses Jahr alarmierend. Von 14 Saisonsiegen waren neun mit weniger als zehn Punkten Unterschied.
Trainer Peter Trübswetter hat die Ursachen für die Schwierigkeiten klar benannt. Viele Kleinigkeiten entscheiden die Spiele, und besonders die Freiwurfquote ist ein entscheidender Faktor. Die Green Devils trafen nur etwa 55% ihrer Freiwürfe, während die Augsburger in der entscheidenden Phase alle Versuche verwandelten. Ein schwaches erstes Viertel (13:24) wurde zwar durch eine starke Leistung im dritten Abschnitt (52:47) kompensiert, doch letztendlich reichte es nicht zum Sieg. Die weiteren knappen Niederlagen gegen den VSC Donauwörth (55:60) und beim PSV Ingolstadt (57:61) verstärken den Druck auf die Mannschaft, die sich zurzeit auf dem vierletzten Platz befindet.
Aufwärtstrend oder Abstiegskampf?
Ein Lichtblick war der jüngste Sieg der Green Devils gegen den TSV 1862 Neuburg, den sie mit 74:42 für sich entscheiden konnten. Dieser Sieg verbesserte die Stimmung im Team und die Chancen im Abstiegskampf. Trübswetter äußerte vorsichtigen Optimismus, mahnte jedoch die Mannschaft, sich nicht auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Der TV Augsburg II, der nur einen Sieg weniger hat, bleibt eine ernstzunehmende Bedrohung.
Die Defensivleistung der Green Devils war bemerkenswert: Sie ließen nur 42 Punkte zu, was die wenigsten Punkte eines Gegners in dieser Saison darstellt. In den letzten vier Ligapartien wurde im Schnitt unter 50 Punkte zugelassen (49,75). Dieses defensive Potenzial könnte entscheidend für die verbleibenden Spiele sein, wenn es darum geht, den Klassenerhalt zu sichern. Die nächsten Herausforderungen stehen bereits vor der Tür: Am 1. März geht es gegen den PSV Ingolstadt, gefolgt von weiteren Spielen gegen den TV Augsburg II und die Sportfreunde Friedberg.
Der Druck wächst
Mit einer Saisonbilanz von 6 Siegen aus 13 Spielen, wobei nur 1 von 6 Auswärtsspielen gewonnen wurde, wird jeder Punkt in den verbleibenden vier Saisonspielen entscheidend sein. Auch die Rückkehr von Topscorer Lukas Gesche wird als wichtig erachtet, während das Fehlen von Aufbauspieler Jakob Eiglmeier spürbar sein könnte. Die Unterstützung der Fans wird als unerlässlich angesehen, um den Druck auf das Team zu minimieren und die Moral zu stärken.
Am 28. März findet zudem das Final-Four-Turnier um den Bezirkspokal in Schrobenhausen statt, was zusätzliche Motivation für die Mannschaft sein könnte. Trübswetter betont, dass das Team die Situation selbst in die Hand nehmen möchte und nicht auf andere angewiesen sein will. Die kommenden Spiele könnten somit nicht nur über den Klassenerhalt entscheiden, sondern auch über die gesamte Saison und die weitere Entwicklung des Teams.
Für die Green Devils ist die Zeit des Zögerns vorbei. Mit einer klaren Strategie und der Unterstützung ihrer Fans kann das Team das Ruder möglicherweise noch herumreißen. Es bleibt spannend, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die Green Devils den Abstiegskampf letztendlich erfolgreich meistern können.