Annalena M. aus der Nähe von Nürnberg steht vor enormen Herausforderungen, die ihre Lebensqualität und berufliche Existenz stark beeinträchtigen. Mit ihren 58 Jahren hat sie nur noch sieben Zähne und leidet unter chronischen Krankheiten sowie vielfältigen familiären Verlusten. Schuld daran sind nicht nur ihre gesundheitlichen Probleme, sondern auch die mangelhafte Zahngesundheit, die sie zur Einnahme von Schmerzmitteln zwingt. „Ich kann das Einkaufen kaum noch bewältigen“, gesteht sie, während sie sich mit ihrer instabilen Klammerprothese in den alltäglichen Herausforderungen kämpft. Ihr Lebensumfeld hat sich drastisch verändert; nach dem Verlust ihres Vaters, Ehemannes und eines Kindes lebt das andere Kind im Ausland und sie hat ihr Haus verkauft, um Schulden zu begleichen. Soziale Isolation ist für sie an der Tagesordnung. NN.de berichtet, dass die aktuelle Situation für M. besonders schmerzhaft ist, da sie kaum Unterstützung in der Region hat.
Ein zentrales Problem für M. ist die Mangelernährung, die oft mit Zahnproblemen einhergeht. Laut der Website von Ärzte ohne Grenzen entstehen Mangelernährungszustände durch unzureichende oder falsche Nährstoffaufnahme, die häufig auf soziale Isolation, Armut oder auch gesundheitliche Einschränkungen zurückzuführen sind. Dies ist besonders bei älteren Menschen und chronisch Kranken ein ernstes Problem. M. ist ständig auf der Suche nach Wegen, ihre Ernährungsweise zu verbessern, um trotz ihrer gesundheitlichen Schwierigkeiten besser essen zu können.
Die Notwendigkeit von Unterstützung
Um Annalena M. eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen, wurde eine Spendenaktion mit dem Namen „Freude für alle“ ins Leben gerufen. Diese Spendenaktion hat zum Ziel, die Kosten für eine neue, stabilere Klammerprothese sowie notwendige Wurzelbehandlungen und Kronen zu decken. Die finanziellen Mittel dafür belaufen sich auf eine mittlere vierstellige Summe, die dringend benötigt wird, um die gesundheitliche Notlage von M. zu lindern. Ohne diese Unterstützung steht sie vor der Gefahr, ihre berufliche Existenz zu verlieren, da ihre Klammerprothese ihre Tätigkeit massiv einschränkt.
Laut WHO Europa ist die krankheitsbedingte Mangelernährung ein unterschätztes Problem, das die Gesundheit, das Immunsystem und die psychische Verfassung erheblich beeinträchtigt. In der Europäischen Region verlieren beinahe 40 % der stationären Patienten ungewollt Gewicht, was auf gravierende Komplikationen und eine erhöhte Sterblichkeitsrate hinweist. Lange Krankenhausaufenthalte oder unzureichende ernährungsbezogene Versorgung sind ebenfalls häufig Folge dieser Mangelernährung. Soziale Isolation wie sie M. erlebt, ist ein weiterer Risikofaktor, der bei älteren Menschen besonders zuträglich ist.
Ein Ausblick auf die Zukunft
Die Herausforderungen, vor denen Annalena M. steht, sind symptomatisch für viele ältere Menschen und chronisch Kranke, die unter ähnlichen Umständen leiden. M. selbst versucht, mit Sprachkursen über Wasser zu bleiben, und verzichtet auf Sozialleistungen. Ihre Dankbarkeit für die Unterstützung durch die Spendenaktion zeigt die Notwendigkeit, solche Initiativen ins Leben zu rufen. „Ich hoffe, dass ich bald wieder besser essen kann“, sagt sie hoffnungsvoll.
Der Fall von Annalena M. verdeutlicht, dass Mangelernährung und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich bekämpft werden müssen. Eine bessere Integration von ernährungsbezogener Versorgung in unsere Gesundheitsangebote ist dringend notwendig, um Menschen wie ihr ein besseres Leben zu ermöglichen.