Am 8. März 2026 finden in Nürnberg die nächsten Kommunalwahlen statt. Diese Wahlen, die alle sechs Jahre stattfinden, sind von großer Bedeutung für die lokale Politik. Bei dieser Wahl werden nicht nur der Oberbürgermeister oder die Oberbürgermeisterin gewählt, sondern auch 70 Mitglieder des Stadtrats. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen sowie Unionsbürger, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind und seit mindestens zwei Monaten in Nürnberg wohnen. Um das Oberbürgermeisteramt zu erringen, ist eine Mehrheit von mehr als 50% der gültigen Stimmen erforderlich. Sollte im ersten Wahlgang kein Kandidat diese absolute Mehrheit erreichen, so ist eine Stichwahl am 22. März 2026 vorgesehen. Dies ist eine Möglichkeit, die Entscheidung für die Wähler zu klären und einen eindeutigen Sieger zu ermitteln.
Der Titel „Oberbürgermeister“ wurde in Nürnberg im Jahr 1907 eingeführt, und seitdem gab es insgesamt 14 Oberbürgermeister. Die letzte Kommunalwahl fand 2020 statt, bei der Marcus König von der CSU in einer Stichwahl gegen Thorsten Brehm von der SPD gewann. König erzielte dabei 52,2% der Stimmen. Bei dieser Wahl traten insgesamt zwölf Personen an, und das Ergebnis zeigte eine spannende Konkurrenz zwischen den verschiedenen Parteien. Die CSU konnte sich durchsetzen, jedoch war die SPD mit Brehm nur knapp geschlagen worden.
Die Kandidaten für 2026
Für die bevorstehenden Wahlen haben sich bis zum 8. Januar 2026 insgesamt 13 Personen für das Amt des Oberbürgermeisters aufstellen lassen. Neun Kandidaten treten schließlich an, darunter der amtierende Oberbürgermeister Marcus König (CSU) sowie Thomas Estrada von den Freien Wählern, Roland-Alexander Hübscher von der AfD, Britta Walthelm von den Grünen, Nasser Ahmed von der SPD, Titus Schüller von der Linken, Jan Gehrke von der ÖDP, Marion Padua von der Linken Liste Nürnberg und Christiane Schleindl von der Wählergemeinschaft Die Guten. Die FDP hat nach 24 Jahren auf einen eigenen OB-Kandidaten verzichtet.
Die Vielfalt der Kandidaten spiegelt die unterschiedlichen politischen Strömungen in Nürnberg wider. Marcus König wurde 1980 in Nürnberg geboren und ist seit 2015 verheiratet. Thomas Estrada, ein 1985 in den USA geborener Kandidat, lebt seit den 1990er Jahren in Nürnberg und ist seit 2016 als Sachbearbeiter aktiv. Die Kandidatinnen und Kandidaten bringen jeweils ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven in den Wahlkampf ein, was für die Wähler eine wichtige Entscheidungsgrundlage darstellt.
Wahlverfahren und Bedeutung
Die Sitzverteilung im Stadtrat erfolgt nach dem Berechnungsverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers, wobei die Gesamtstimmenzahlen der Wahlkreisvorschläge durch 1, 3, 5, 7 usw. geteilt werden. Die Sitze werden dann entsprechend der höchsten Teilungszahlen zugeteilt. Bei gleichen Ansprüchen auf einen Sitz entscheidet die höhere Stimmenzahl der in Betracht kommenden Person, und bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Dies sorgt für eine faire und transparente Verteilung der Sitze im Stadtrat und spiegelt die Wählerstimmen genau wider.
Insgesamt treten 811 Personen für die 70 zu vergebenden Sitze im Stadtrat an, was die große Bedeutung der Kommunalwahl in Nürnberg unterstreicht. Mit 15 Parteien oder Bündnissen, die sich zur Wahl stellen, wird ein Rekord an Wahlvorschlägen erreicht. Es bleibt abzuwarten, welche politischen Konstellationen nach der Wahl entstehen und wie sich die lokale Politik in den kommenden Jahren entwickeln wird. Für die Bürger Nürnbergs ist es entscheidend, sich an der Wahl zu beteiligen und ihre Stimme abzugeben, um Einfluss auf die Zukunft ihrer Stadt zu nehmen.
Für weitere Informationen zur Kommunalwahl und den kandidierenden Parteien können Sie die Augsburger Allgemeine und Wikipedia besuchen. Die offizielle Seite des bayerischen Staatsministeriums für Inneres bietet ebenfalls umfassende Informationen zu den Wahlen in Bayern hier.