Am Samstag, dem 22. November 2025, versammelten sich in der Nürnberger Innenstadt und im Stadtteil Gostenhof rund 350 Menschen zu mehreren Demonstrationen. Laut t-online.de begann das Geschehen um 12.30 Uhr mit insgesamt sechs Kundgebungen. Die Polizei zog eine störungsfreie Bilanz und war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die verschiedenen politischen Lager zu trennen.

Am Hallplatz fand eine Kundgebung unter dem Motto „Staatsstreich beenden – Deutschland retten!“ statt, an der etwa 50 Personen teilnahmen. In der selben Gegend gab es vier Gegenkundgebungen mit rund 70Teilnehmern, darunter die Mahnwache des „Teams Menschenrechte“, das die Tradition der Montagsdemonstrationen in Nürnberg fortführt. Diese monatlichen Versammlungen sind inzwischen eine feste Größe im Stadtbild.NN.de berichtet von der Entstehung des Teams als Reaktion auf die Corona-Maßnahmen, vorher bekannt als „Querdenken911 Nürnberg“ und „Corona-Rebellen“.

Vielfalt der Demonstrationen

Besonders auffällig war die größte Versammlung auf dem Veit-Stoß-Platz, wo sich etwa 200 Menschen versammelten, um gegen die Wehrpflicht und Militarisierung zu protestieren. Diese Demonstrationen sind ein Ausdruck der politischen Spaltung in Deutschland, die seit den Corona-Maßnahmen zugenommen hat und sich bereits in der Anzahl der Demonstrationen zeigt, die im Jahr 2024 mit über 4.650 einen Rekordwert erreichten, wie in einem Bericht von Faktenflex zu lesen ist.

Auf dem Königstor fand eine weitere Veranstaltung mit rund 25 Teilnehmenden unter dem Titel „Solidarität mit ‚Palestine Action‘ in UK und für einen Stopp des Genozids in Gaza“ statt. Die letzte der Versammlungen zog sich bis in die frühen Abendstunden hinein, was zeigt, dass die Mobilisierung und die Dringlichkeit der Anliegende auch im späten Tagesverlauf anhielten.

Polizeiliche Maßnahmen und Spannungen

Die Polizei koordinierte den Einsatz durch die Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte und wurde von verschiedenen spezialisierten Einheiten unterstützt, darunter Verkehrspolizei und Kriminalpolizei. In den vergangenen Monaten kam es bei Montage-Demonstrationen jedoch auch zu körperlichen Auseinandersetzungen, weshalb die Polizei oft mit Schlagstöcken und Pfefferspray eingreifen musste. Solche Vorfälle haben nicht nur in Nürnberg, sondern im gesamten Bundesgebiet zugenommen und tragen zur massiven Belastung der gesellschaftlichen Stabilität bei, wie auch die Zahl von über 85 gewalttätigen Übergriffen auf Politiker im Jahr 2024 zeigt.

Die Situation zeigt, wie wichtig es ist, dass die Zivilgesellschaft, Organisationen wie „Omas gegen rechts“ sowie diverse Bündnisse gegen rechtsextremistische Strömungen aktiv bleiben. Diese Gruppen organisieren regelmäßig Gegenproteste und stehen im Widerstand gegen die Ideologien, die von einigen Teilnehmenden propagiert werden.

Insgesamt verdeutlichen die Ereignisse vom 22. November 2025 die Fragilität des gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland und die Herausforderungen, vor denen die Polizeibehörden stehen, um die Sicherheit während solcher öffentlichen Versammlungen zu gewährleisten.