Am 9. Februar 2026 ereignete sich ein tragisches Brandgeschehen in Fleschützen, einem Ortsteil von Haldenwang im Oberallgäu. Um 10:30 Uhr erhielt die Polizei Kempten die Meldung über einen Brand im Erdgeschoss eines Bauernhauses. Mehrere Polizeistreifen wurden umgehend zum Einsatzort geschickt, um die Situation zu bewerten und Unterstützung zu leisten.

Die Bewohner des Hauses konnten das Gebäude glücklicherweise rechtzeitig verlassen. Tragischerweise wurde jedoch ein 91-jähriger Bewohner tot geborgen, während eine 87-jährige Bewohnerin mit einer leichten Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht wurde. Der geschätzte Sachschaden beläuft sich auf etwa 100.000 Euro. Die Einsatzkräfte setzten sich aus verschiedenen Organisationen zusammen, darunter der Rettungsdienst, das Technische Hilfswerk (THW) sowie Feuerwehren aus Haldenwang, Börwang, Leubas und Kempten. Die Ermittlungen zur Brandursache werden von der Kriminalpolizeiinspektion Kempten durchgeführt und dauern an. Weitere Informationen zur Situation sind auf der Website der Polizei Bayern verfügbar.

Brandursachen und Statistiken

Der Vorfall in Haldenwang wirft auch Fragen zur allgemeinen Sicherheit und den Ursachen von Bränden auf. Laut der vfdb-Brandschadenstatistik, die eine zentrale Sammlung statistischer Daten zu Gebäudebränden in Deutschland darstellt, sind Küchen mit 27 % der häufigste Ort für Brandentstehungen. In Wohngebäuden machen sie sogar fast die Hälfte aller Brände aus. Diese Statistik wird von der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) jährlich aktualisiert und bietet wertvolle Einblicke in das Brandgeschehen.

Eine besondere Herausforderung stellen Brände in Holzbauweisen dar, die durch fortgeschrittenere Brandausbreitung und einen höheren Löschwasserbedarf im Brandfall gekennzeichnet sind. Die vfdb hat in den letzten Jahren über 5.000 Gebäudebrandeinsätze erfasst, um fundierte Fakten für Entscheidungen im Brandschutz bereitzustellen. Für weiterführende Informationen können Interessierte die vfdb-Website besuchen.

Wichtige Kontakte und Hilfe im Notfall

Für die Öffentlichkeit ist es wichtig zu wissen, dass im Notfall schnelle Hilfe zur Verfügung steht. Die Pressestelle beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten ist unter der Rufnummer (+49) 0831 9909-0 erreichbar. Sie gibt Auskunft über aktuelle Entwicklungen und weitere Maßnahmen.

Die Geschehnisse in Fleschützen sind ein eindringlicher Reminder für die Bedeutung von Brandschutzmaßnahmen und der ständigen Wachsamkeit gegenüber möglichen Brandgefahren. Die fortlaufenden Ermittlungen werden hoffentlich bald Klarheit über die genauen Umstände des Brandes bringen.