Heute ist der 23.03.2026. Im Landkreis Ostallgäu hat sich kürzlich ein Wechsel an der Spitze vollzogen. Bernd Stapfner von den Freien Wählern wurde in der Stichwahl zum neuen Landrat gewählt. Mit 52,4 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen Andreas Bauer von der CSU durch. Die Wahl fand am Sonntag im Landratsamt statt, wo etwa 100 Besucher aus beiden politischen Lagern anwesend waren. Die Wahlbeteiligung betrug 45,1 Prozent.
Stapfner, der zuvor als Zweiter Bürgermeister in Wiedergeltingen und als stellvertretender Leiter der Grenzpolizeiinspektion am Allgäu Airport tätig war, zeigte sich nach seinem Sieg überwältigt und dankbar. „Ich werde ein Landrat der offenen Türen sein“, kündigte er an und plant, sein Amt ab dem 1. Mai anzutreten. Es ist bemerkenswert, dass er erst im Frühsommer 2022 aus der CSU ausgetreten ist, um für die Freien Wähler zu kandidieren. Seine Vorgängerin im Amt, Maria Rita Zinnecker (CSU), trat nicht mehr zur Wahl an.
Neue Landrätin im Landkreis Landsberg
Im benachbarten Landkreis Landsberg wurde Daniela Groß von den Grünen zur neuen Landrätin gewählt. Sie erhielt in der Stichwahl 61,5 Prozent der Stimmen und setzte sich somit gegen Thomas Eichinger von der CSU durch. Groß war zuvor Ordnungsamtsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim und ist nun die erste und einzige grüne Landrätin in Bayern. Sie äußerte sich erfreut über ihren Wahlerfolg und die deutliche Zustimmung der Wähler.
Die Wahl von Stapfner und Groß markiert einen signifikanten Wandel in der politischen Landschaft der beiden Landkreise. Während die Freien Wähler und die Grünen in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen haben, zeigt dies auch ein wachsendes Interesse der Wähler an Alternativen zu den traditionellen Parteien. In Ostallgäu und Landsberg scheinen die Bürger bereit zu sein, neuen Ideen und Ansätzen eine Chance zu geben.
Wahlbeteiligung und politische Stimmung
Die Wahlbeteiligung von 45,1 Prozent in Ostallgäu spiegelt das Interesse der Bevölkerung an der Kommunalpolitik wider, auch wenn sie im Vergleich zu anderen Wahlen eher moderat erscheint. Andreas Bauer von der CSU akzeptierte das Ergebnis fair, wollte jedoch keine Details zu den Gründen für seine Niederlage nennen. Diese Wahlen könnten ein Hinweis darauf sein, dass die Wähler sich nach frischen Impulsen sehnen und bereit sind, neue politische Wege zu beschreiten.
Die Entwicklungen in Ostallgäu und Landsberg stehen im Kontext einer breiteren politischen Bewegung in Bayern, wo immer mehr Wähler nach alternativen politischen Lösungen suchen. Die Erfolge der Freien Wähler und der Grünen könnten somit nicht nur lokale, sondern auch landesweite Auswirkungen haben. Die kommenden Monate und Jahre werden zeigen, wie sich die neuen Landräte in ihren Ämtern bewähren und welche Veränderungen sie in ihren Landkreisen umsetzen werden.
Für weitere Informationen zu den Wahlen und den neuen Landräten können Sie die vollständigen Artikel auf Augsburger Allgemeine und Kreisboten nachlesen.





