Die Bahnstrecke zwischen Hersbruck und Pegnitz bleibt für Reisende bis mindestens zur Mitte des kommenden Jahres 2026 geschlossen. Bereits seit Mitte September 2025 ist die Strecke wegen erheblichen Schäden an mehreren Pegnitzbrücken gesperrt, und wie die Merkur berichtet, gestalten sich die notwendigen Instandsetzungsarbeiten als komplexer als ursprünglich gedacht. Die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn, DB InfraGo, rechnete anfänglich mit einer Wiederfreigabe der Strecke bereits im Februar 2026, was nun nicht mehr realisierbar erscheint.
Marode Brücken sorgen für Unannehmlichkeiten
Woran genau liegt es, dass die Arbeiten so aufwändig sind? Vor allem sind insgesamt 18 betroffene Brücken mit ähnlichen Konstruktionen für die Verzögerungen verantwortlich. Die ersten Arbeiten an der Brücke bei Velden haben bereits gezeigt, dass die Instandsetzung aufgrund ungünstiger geologischer Gegebenheiten anspruchsvoll ist. Diese Details hat auch die Süddeutsche Zeitung aufgegriffen.
In der Zwischenzeit müssen Fahrgäste auf alternative Verkehrsmittel zurückgreifen. Über 60 Busse fahren als Ersatzverkehr zwischen Hersbruck und Pegnitz. Züge der RE-Linien 30, 31, 32 und 38 enden in Pegnitz, von wo aus stündliche Busverbindungen nach Hersbruck angeboten werden. Auch direkte Buslinien von Bayreuth, Pegnitz und Neuhaus nach Nürnberg verkehren regelmäßig.
Erneuerung in Planung
Doch nicht nur die schleppenden Instandsetzungen werfen ihre Schatten voraus. Wie die Bundesregierung im Rahmen eines umfassenden Infrastrukturplans angekündigt hat, sollen bis 2029 insgesamt 166 Milliarden Euro in die Sanierung maroder Bahnstrecken und Autobahnbrücken fließen. Rund 107 Milliarden Euro werden speziell für die Schiene investiert, um langfristig die Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs zu verbessern. Laut Tagesschau plant die Deutsche Bahn Generalsanierungen von über 40 stark belasteten Strecken, was auch die Situation im Pegnitztal miteinbeziehen könnte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Situation für Pendler und Reisende im Pegnitztal derzeit eher ungemütlich ist. Die Hoffnung auf eine rasche Instandsetzung der Brücken bleibt, doch die Realität spricht leider eine andere Sprache: Die Rückkehr zur Normalität wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin bleibt den Reisenden nur der Umstieg auf Bussen, während die DB InfraGo daran arbeitet, die Sperrung zumindest auf den Abschnitt Hersbruck–Neuhaus zu verkürzen.





