Inmitten der festlich geschmückten Straßen und der ersten, leuchtenden Weihnachtssterne steht der Advent vor der Tür und bringt eine besondere Einladung mit sich. Unter dem Motto „Pilger der Hoffnung“ startet eine Pilgerfahrt, die vom 1. Advent bis Neujahr dazu einlädt, verschiedene Orte zu besuchen und innezuhalten. Diese Initiative soll den Menschen helfen, das Weihnachtsfest mit einem Gefühl der Hoffnung zu erleben, gerade in einer oft düsteren Welt. Diese Idee stammt aus dem Kalendarteam, das mit täglichen Impulsen zur Einkehr anregen möchte und den Weg bis zum Weihnachtsfest thematisiert.
Advent ist mehr als nur die Vorweihnachtszeit. Laut Christianity ist es eine vierwöchige Saison, die auf die Ankunft von Jesus Christus vorbereitet. Begonnen hat diese Tradition mit dem ersten Adventssonntag, der in diesem Jahr am 30. November gefeiert wird. Bis zum 21. Dezember erleben die Gläubigen jede Woche ein neues Thema: Hoffnung, Frieden, Freude und Liebe, die die vier Kerzen auf dem Adventskranz symbolisieren. Dabei ist der Name „Advent“ vom lateinischen „adventus“ abgeleitet, was so viel wie „Ankunft“ bedeutet.
Traditionen und Bräuche
Die Adventszeit ist nicht nur geprägt von religiösen Feiern, sondern bietet vielfältige Traditionen, die die Vorfreude auf Weihnachten steigern. Ob der Adventskalender, der in den 1850er Jahren seinen Ursprung fand und als Countdown bis Weihnachten dient, oder der liebevoll geschmückte Adventskranz, jeder Brauch trägt dazu bei, das Warten auf die Geburt Jesu zu vertiefen. Zudem laden tägliche Bibeltexte zur Reflexion und zum Gebet ein und bereiten die Gläubigen auf die Ankunft des Erlösers vor, wie Erzbistum Paderborn betont.
Für diejenigen, die blind oder sehbehindert sind, gibt es zudem einen speziellen Advents- und Weihnachtskalender, der als CD oder kostenloser Download über die Geschäftsstelle erhältlich ist. Diese Möglichkeit stellt sicher, dass auch diese Gruppen in der Gemeinschaft der Wartenden nicht vergessen werden und die besinnliche Zeit genießen können.
So spüren wir, dass Advent nicht nur eine Zeit des Wartens ist, sondern auch eine Periode der aktiven Vorbereitung auf das, was kommt. Lasst uns diese Zeit nutzen, um zur Ruhe zu kommen, für gute Taten und für unser eigenes „Kommen“ zu uns selbst. Denn der Advent stimmt uns auf das große Fest der Geburt Jesu ein, das nicht nur vor der Tür steht, sondern auch in uns selbst lebendig werden kann.