In Passau gibt es große Veränderungen in der politischen Landschaft. Jürgen Dupper (SPD) hat angekündigt, nach 18 Jahren im Amt nicht mehr für das Oberbürgermeisteramt zu kandidieren. Seit 2008 leitet Dupper die Geschicke der Stadt und hat während seiner drei Amtszeiten zahlreiche Projekte vorangetrieben. Nun schlägt er seinen Stellvertreter Andreas Rother (SPD) als Nachfolger vor. Ein kluger Schachzug in einer Stadt, in der sich seit 1984 die Oberbürgermeister zwischen den Parteien SPD und CSU abwechseln. Die letzten vier Amtsinhaber waren: Hans Hösl (CSU, 1984-1990), Willi Schmöller (SPD, 1990-2002), Albert Zankl (CSU, 2002-2008) und Jürgen Dupper (SPD, 2008-2026) [Merkur].
Nun blickt die Stadt auf die Kommunalwahl am 8. März, bei der insgesamt acht Kandidaten um das Oberbürgermeisteramt konkurrieren werden. Neben Rother ist auch Armin Dickl (CSU, dritter Bürgermeister) im Rennen, der bereits betont hat, sich auf moderne Stadtentwicklung und zukunftsfähige Mobilität konzentrieren zu wollen. Dickl, der als Unternehmensberater tätig ist, gilt als heißer Anwärter, während Rother in der Optikbranche aktiv ist. In einer aktuellen Umfrage der Passauer Bürger liegt Holm Putzke (FDP) mit 42% der Stimmen klar in Führung. Rother kommt auf 23%, während Dickl nur 14% erhält [Süddeutsche].
Die Herausforderer und ihre Programme
Die Wählerinnen und Wähler in Passau haben die Wahl zwischen einem bunten Reigen an Kandidaten:
- Stefanie Auer (Grüne)
- Siegfried Kapfer (FWG)
- Nika Kolitz (Linke)
- Urban Mangold (ÖDP)
- Holm Putzke (FDP)
- Andreas Vilsmeier (Passauer Liste)
Während Putzke sich für einen eigenständigen Gestaltungswillen der Stadt starkmacht und auf die drängenden Themen bezahlbarer Wohnraum und Verkehrsprobleme verweist, hat Rother bereits betont, dass er sich für bezahlbaren Wohnraum und die Stärkung der Wirtschaft einsetzen wird. Dickl hingegen sieht die Notwendigkeit moderner Lösungen für Passaus Stadtentwicklung [passau.de].
Der zukünftige Oberbürgermeister wird sich nicht nur mit den Herausforderungen der Stadtplanung auseinandersetzen müssen, sondern auch mit wichtigen Projekten wie dem Medizincampus Niederbayern, der zur Bekämpfung des Ärztemangels beitragen soll, sowie den dringend benötigten Hochwasserschutzmaßnahmen. Diese sind gerade in Passau aufgrund der Lage an Donau und Inn von großer Bedeutung. Zudem steht die Sanierung von 72 Brücken im Stadtgebiet auf der Agenda, die ohne Verkehrsruhe möglicherweise nicht realisierbar ist [Süddeutsche].
All dies zeigt, dass sich in Passau viel tut und die Bürger auf die kommenden Wahlen gespannt warten können. Ein entscheidender Wendepunkt steht bevor, an dem sich zeigen wird, welche Weichen für die Stadt in den nächsten Jahren gestellt werden.