Am Sonntag, den 15. Februar 2026, ereignete sich in Manching, im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm, ein brazen Einbruch, der für Aufregung in der Gemeinde sorgte. Zwischen 09:00 und 16:30 Uhr hebelten unbekannte Täter die Tür zu einer Wohnung in der Ingolstädter Straße auf und entwendeten einen Wandtresor, der aus der Wand gerissen wurde. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 500 Euro, während der Beuteschaden sich im mittleren fünfstelligen Bereich bewegt. Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei Ingolstadt übernommen, die nun auf Zeugenhinweise angewiesen ist. Der Tatort liegt an der Umzugsstrecke des Manchinger Faschingsumzugs, was die Tat besonders dreist erscheinen lässt.
Die Kriminalpolizei hat bereits eine Beschreibung der verdächtigen Personen veröffentlicht. Zwei Männer, etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß und schlank, trugen graue Sportanzüge, orangene Handschuhe und schwarze Masken. Diese Männer wurden zwischen 14:15 und 14:45 Uhr in der Nähe des Tatorts gesichtet und bewegten sich in Richtung Ortsmitte, möglicherweise mit dem gestohlenen Tresor, der mit einer karierten Decke abgedeckt war. Die Ermittler hoffen, dass Anwohner oder Passanten etwas gesehen haben und bitten um Hinweise oder Bildmaterial, um den Fall aufzuklären. Zeugen können sich unter der Telefonnummer 0841 / 9343-0 bei der Kriminalpolizeiinspektion Ingolstadt melden. Weitere Informationen sind auch auf brennessel.com zu finden.
Einbruchstatistik in Deutschland
Ein solcher Einbruch ist nicht nur für die betroffenen Personen traumatisch, sondern spiegelt auch einen besorgniserregenden Trend wider. Wohnungseinbruchdiebstahl ist gemäß § 244 StGB das unerlaubte Eindringen in Wohnräume mit Diebstahlsabsicht. Die Vorgehensweisen sind vielfältig, sie reichen von gewaltsamem Eindringen bis hin zu List oder unerlaubtem Zugang mit einem Schlüssel. Die Folgen sind oft gravierend: Neben dem materiellen Schaden kommt es häufig zu Verletzungen der Privatsphäre und einem beeinträchtigten Sicherheitsgefühl, was nicht selten zu psychischen Folgeschäden führt.
Nach einem Anstieg der Einbrüche nach der Corona-Pandemie verzeichnete Deutschland im Jahr 2023 etwa 119.000 Diebstähle in und aus Wohnungen. Dabei waren ca. 77.800 dieser Fälle als Wohnungseinbruchdiebstähle klassifiziert, was den höchsten Stand seit 2019 darstellt. Interessanterweise liegt das Einbruchsrisiko in städtischen Bundesländern wie Bremen, Berlin und Hamburg am höchsten, während Bayern vergleichsweise niedrige Zahlen aufweist. Die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbruchdiebstahl lag 2023 bei 14,9%, was im Vergleich zur Gesamtquote aller Straftaten von 58,4% eher niedrig ist. In Bayern hingegen liegt die Aufklärungsquote bei 25,8%, was Hoffnung auf eine schnelle Klärung des jüngsten Vorfalls in Manching gibt. Weitere Informationen zur Kriminalität in Deutschland finden Sie auf statista.com.
Die Bürger sind aufgerufen, aufmerksam zu sein und jegliche verdächtigen Aktivitäten zu melden, damit solche Vorfälle in Zukunft verhindert werden können. Die Sicherheit in der eigenen Wohnung sollte für jeden von uns oberste Priorität haben.