In Regensburg dreht sich heute alles um ein drängendes Thema: die Einsamkeit im Alter. Während des Abschlusssymposiums des Forschungsprojekts REIKOLA an der OTH Regensburg stehen innovative Lösungsansätze im Mittelpunkt, um die Herausforderungen der Einsamkeit durch digitale Kommunikation zu bekämpfen. Die Projektleiterin, Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali, stellt dabei fest, dass einfache technische Lösungen einen wesentlichen Beitrag leisten können, das Leben älterer Menschen zu verbessern und die sozialen Beziehungen zu stärken. Zudem entlasten diese Lösungen die Pflegekräfte erheblich. [nachrichten.idw-online.de] berichtet, dass sich das Projekt insbesondere um den Ein-Knopf-Computer „Komp“ konzentriert, der es Nutzern ermöglicht, unkompliziert Videotelefonate zu führen oder Nachrichten auszutauschen.

Die Einsamkeit beschreibt eine Diskrepanz zwischen den gewünschten und tatsächlichen sozialen Beziehungen und kann für Betroffene ein schmerzhafter Zustand sein. Während laut Wikipedia viele ältere Menschen unter Einsamkeit leiden, zeigen aktuelle Daten, dass auch in jüngeren Generationen das Gefühl der Einsamkeit immer häufiger auftritt. Etwa 37 Prozent der Befragten fühlen sich manchmal oder oft einsam – ein alarmierendes Signal, das zeigt, wie dieses Thema die Gesellschaft durchdringt. [wikipedia.org]

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Die Auswirkungen und Lösungen

Laut einer Umfrage bleibt Einsamkeit ein Tabuthema, das viele Menschen betrifft und oft mit gesundheitlichen Risiken einhergeht, darunter die erhöhte Gefahr von kardiovaskulären Erkrankungen und Depressionen. Besonders dramatisch ist die Lage bei Menschen über 60, deren Einsamkeit die Sterblichkeit vergleichbar mit starkem Rauchen erhöht. In Regensburg haben Testergebnisse aus fünf Senioreneinrichtungen des Bayerischen Roten Kreuzes gezeigt, dass der Kontakt zu Angehörigen über digitale Medien, etwa durch den Einsatz des „Komp“-Computers, die Lebensqualität erheblich steigert. [ndr.de]

Die Veranstaltung in Regensburg wird auch von einer Reihe von Impulsvorträgen und Podiumsdiskussionen begleitet, bei denen unter anderem der renommierte Forscher Prof. Dr. Clemens Tesch-Römer spricht. Hierbei wird die dringliche Thematik der Einsamkeit mit Vertretern aus Politik, Ehrenamt und Wirtschaft erörtert. Die OTH Regensburg wird als innovative Gesundheitshochschule hervorgehoben, die in ihrer Forschung und Lehre bestrebt ist, Antworten auf aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu finden. Prof. Dr. Ralph Schneider, Präsident der Hochschule, betont die Wichtigkeit von Gesundheit als Querschnittsaufgabe, die Forschung, Lehre und Transfer umfasst.

Ein Aufruf zur Gemeinschaft

Eine zentrale Erkenntnis der Experten ist, dass die Bekämpfung der Einsamkeit viele Facetten hat. Maßnahmen zur Reduktion können die Schaffung von sozialen Interaktionen, gezielte Unterstützung sowie die Verbesserung sozialer Fähigkeiten umfassen. Die Kombination aus ehrenamtlichem Engagement, Nachbarschaftstreffen und der Nutzung von sozialen Medien kann entscheidend sein, um neue Kontakte zu knüpfen und Einsamkeit zu überwinden. [ndr.de]

Zusammengefasst zeigt das Projekt REIKOLA eindrucksvoll, dass digitale Teilhabe kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit ist – für Würde, Nähe und Lebensfreude im Alter. Die bevorstehende Veröffentlichung einer praxisnahen Broschüre durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention wird konkrete Empfehlungen für Pflegeeinrichtungen enthalten und könnte einen weiteren Schritt in Richtung einer weniger einsamen Gesellschaft darstellen. [nachrichten.idw-online.de]