Wie so oft in den letzten Jahren hat die afghanische Erde erneut gebebt, und das nicht zu knapp. In der Nacht zum Sonntag, dem 3. November 2025, erschütterte ein starkes Erdbeben der Stärke 6,3 den Norden Afghanistans. Die staatliche Nachrichtenagentur Bachtar vermeldet bereits mindestens 14 Todesopfer sowie über 380 Verletzte in den betroffenen Provinzen Balch und Samangan. Diese Zahlen dürften allerdings nicht final sein, da weiterhin mit einer Zunahme der Opfer gerechnet wird, wie Ramasuri berichtet.

Die Erschütterungen ereigneten sich in einer Tiefe von 28 Kilometern und wurden sogar von der US-Erdbebenwarte USGS bestätigt. Besonders alarmierend ist die Tatsache, dass es erst im September zu einem schwereren Erdbeben in Afghanistan kam, bei dem mehr als 2.000 Menschen ihr Leben verloren.

Globale Erdbebenaktivität

Doch nicht nur in Afghanistan hat sich die Erde bewegt. Laut Volcano Discovery gab es weltweit in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 1.555 Erdbeben mit einer Stärke von bis zu 6,3. Allein ein Beben über Stärke 6, zwischen 5 und 6 wurden sieben registriert und 38 zwischen 4 und 5. Solche Daten erinnern uns daran, dass die seismische Aktivität die Menschheit ständig begleitet.

Gerade in den letzten Wochen wurden diverse starke Erdbeben verzeichnet: unter anderem eines der Stärke 6,5 im Nordatlantik sowie ein weiteres, das mit 7,6 im Südatlantik auf sich aufmerksam machte. Die vergangenen 90 Tage waren sogar von einem mächtigen Beben der Stärke 7,8 in Russland geprägt. Statistiken zeigen, dass im Schnitt jährlich etwa 450.000 Erdbeben weltweit auftreten, was die Naturgewalten als ständige Bedrohung ins Gedächtnis ruft.

Rückblick auf die Erdbebenhistorie

Der harte Schlag der Natur macht deutlich, wie verletzlich manche Regionen der Welt sind und welche Folgen Erdbeben für die Bevölkerung bedeuten können. Letztlich gab es im letzten Jahr ein Erdbeben der Stärke 8,8 in der Kamtschatka-Halbinsel, was die Ranglisten der letzten 10 Jahre anführt. Das ist schon beunruhigend und lässt uns die Augen für die Herausforderungen öffnen, die mit Naturkatastrophen einhergehen.

Im Licht dieser tragischen Geschehnisse und der beunruhigenden Statistiken ist es umso wichtiger, dass wir als globale Gesellschaft besser auf die Erdbebenrisiken vorbereitet sind und uns auf Katastrophenhilfe konzentrieren. Schließlich geht es nicht nur um Zahlen, sondern um Menschenleben und die Wiederherstellung von Sicherheit und Normalität. Die aktuelle Lage in Afghanistan verlangt nach unserer Aufmerksamkeit und unserem Mitgefühl.