In Regensburg stehen die Wahlen zum Oberbürgermeister und zum Stadtrat ganz oben auf der Agenda. Am 8. März 2026 wurde die Kommunalwahl in Bayern abgehalten, und nun, am 22. März 2026, findet die entscheidende Stichwahl statt. Hier kämpfen Dr. Astrid Freudenstein von der CSU und Thomas Burger von der SPD um das Oberbürgermeisteramt – ein Duell, das bereits durch die Ergebnisse des ersten Wahlgangs spannend gestaltet wurde.
Im ersten Wahlgang holte Astrid Freudenstein 37,5 Prozent der Stimmen und Thomas Burger kam auf 19,1 Prozent. Da kein Kandidat die erforderliche Mehrheit von über 50 Prozent erreicht hat, mussten die Wählerinnen und Wähler erneut an die Urnen. Das Interesse an diesen Wahlen ist riesig – schließlich genießt die SPD seit 2014 die Macht in Regensburg, nachdem Joachim Wolbergs wegen einer Korruptionsaffäre zurücktreten musste. Gertrud Maltz-Schwarzfischer übernahm 2017 kommissarisch und wurde 2020 offiziell zur Oberbürgermeisterin gewählt, gab jedoch bekannt, sich 2026 nicht mehr zur Wahl zu stellen, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.
Wer hat die Nase vorn?
Die ersten Zeilen der Stichwahlergebnisse sind bereits spannend. Der Wettlauf um die Stadtratsplätze zeigt signifikante Unterschiede im Wählerverhalten: Die CSU hat sich auf 26,8 Prozent hochgearbeitet, während die Grünen auf 18,3 Prozent kamen. Die SPD bleibt mit 12,2 Prozent konstant, während die AfD auf 9,3 Prozent kommt und die Brücke mit 7,3 Prozent ebenfalls vertreten ist. Diese Unterschiede könnten die Zusammensetzung des zukünftigen Stadtrats entscheidend beeinflussen. Die endgültigen Ergebnisse der Stadtratswahl werden jedoch erst nach der Feststellung veröffentlicht.
Ein Rückblick auf die letzte Wahl
Wie steht es um die Positionen im Stadtrat? Bei den letzten Wahlen 2020 ergab sich folgende Sitzverteilung: Die CSU sicherte sich damals 13 Sitze, gefolgt von den Grünen mit 11 Sitzen. Auf den weiteren Plätzen rangierten die Freien Wähler mit 3, die AfD mit 2, die SPD mit ebenfalls 6 Sitzen, die FDP mit 2, diverse sonstige Wählergruppen mit 8 sowie die Linke mit 3 Sitzen. Diese Verteilung könnte nun, je nach Ausgang der Stichwahl, eine tiefgreifende Veränderung erfahren.
Die Spannung steigt, und die Regensburger Bevölkerung ist gefragt, wie sie die nächsten vier Jahre in ihrer Stadt gestalten möchte. Die Ergebnisse der Stichwahl werden nach der Feststellung bekannt gegeben und machen klar, welcher Kandidat das Oberbürgermeisteramt für sich gewinnen kann. Ein Blick auf die Entwicklungen der letzten Tage zeigt, dass Regensburg im Spannungsfeld von Vergangenheit und Zukunft steht – und die Wähler sind entscheidend für den weiteren Weg. Ganze vier Jahre stehen auf dem Spiel, und alle Augen sind heute fest auf die Wahlurnen gerichtet.
Für aktuelle und umfassende Informationen zu den Wahlen in Regensburg können die Leserinnen und Leser die Berichterstattung der Augsburger Allgemeine, des Merkur oder des Bayerischen Rundfunks verfolgen, um stets auf dem Laufenden zu bleiben.

