In Regensburg steht der Stadtbusverkehr vor einer Herausforderung: Die Gewerkschaft ver.di hat zu ganztägigen Warnstreiks am 27. und 28. Februar 2026 aufgerufen. Dies betrifft den Stadtbusverkehr von Freitag, dem 27. Februar, um 3:00 Uhr bis Sonntag, den 1. März, um 3:00 Uhr. An diesen Tagen sind erhebliche Einschränkungen zu erwarten, während Regionalbuslinien nicht vom Warnstreik betroffen sind. Um die Mobilität der Bürger zu gewährleisten, wird ein Notfahrplan implementiert, der sich am Nachtliniennetz orientiert.
Die betroffenen Stadtbuslinien umfassen unter anderem die Linien A, B, X1, X4, 1 bis 11, 11A, 18, 39 sowie die Linien 70 bis 80. Damit Fahrgäste auch während des Streiks mobil bleiben können, wird das Notkonzept zwischen 5:00 Uhr und Mitternacht große Teile des Stadtgebiets im 20-Minuten-Takt abdecken. Die Linien N1, N2, N3, N4, N6 und N7 fahren in diesem Zeitraum, wobei die Linie N8 im Stundentakt bedient wird. Am Freitag wird das Ersatzangebot durch die Linien 32 und X9 ergänzt. Für das Heimspiel des SSV Jahn am Samstag werden Shuttle-Busse (Linie F) zwischen dem Hauptbahnhof und dem Jahnstadion eingesetzt. Fahrgästen wird empfohlen, an den Streiktagen auf das städtische Ersatzangebot oder den Regionalbusverkehr zurückzugreifen. Aktuelle Informationen sind über die RVV-App abrufbar, und die Notfahrpläne stehen im PDF-Format zum Download bereit (Quelle).
Details zum Notkonzept und den Auswirkungen
Das Notkonzept sieht vor, dass die regulären Fahrten der Stadtbuslinien und Schulbuslinien weitestgehend entfallen. Die wesentlichen Teile des Nachtliniennetzes sowie die Linien 32 und X9 werden als Ersatzangebot betrieben. Die Anpassungen für die N-Linien sind ebenfalls bemerkenswert: Die Schleifenfahrten der Linien N1 und N2 entfallen, während die Linie N4 in umgekehrter Richtung fährt. Die Linie N5 wird durch die Regionalbuslinie 5 abgedeckt, und die zusätzliche Linie N8 fährt vom Bahnhof in Richtung Keilberg und zurück im Stundentakt. Die Straßen Donaustaufer Straße und Straubinger Straße sind im 20- bis 30-Minuten-Takt erreichbar (Quelle).
Die Planungen für den Streik fallen nicht nur in Regensburg auf fruchtbaren Boden. Bundesweit ruft ver.di zu Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf, betroffen sind rund 100.000 Beschäftigte in 150 öffentlichen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben in allen Bundesländern. Die Streikaktionen am 27. und 28. Februar sind Teil eines größeren Drucks auf die kommunalen Arbeitgeber, die unter anderem höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit sowie Entlastungen bei Wochenarbeitszeit und Schichtdiensten fordern. In Berlin kam es bereits zu einem ähnlichen Streik, der den Verkehr in über 100 Unternehmen lahmlegte. Ähnliche Auswirkungen werden auch für die kommenden Streiktage erwartet (Quelle).
Die Unannehmlichkeiten, die durch den Streik entstehen, werden von Stadtwerk.Mobilität bedauert, und sie bitten die Fahrgäste um Verständnis. Die Situation verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen der ÖPNV in Deutschland steht, und die Notwendigkeit, die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu verbessern.