Über 70 Gäste erlebten kürzlich einen unterhaltsamen Abend bei der Erzähllounge in Saal an der Saale, wo der ehemalige Bürgermeister Clemens Behr sein Publikum mit humorvollen Geschichten in den Bann zog. Die Veranstaltung war geprägt von herzlichem Lachen und stimmungsvoller Musik. Behr, der in Bad Königshofen über 18 Jahre als Bürgermeister gewirkt hat, schaffte es, Erinnerungen aus seiner Kindheit in Herbstadt und seiner Schulzeit im Don-Bosco-Heim anschaulich zu erzählen. Seine Lesungen aus alten Zeugnissen sorgten nicht nur für Heiterkeit, sondern auch für nostalgische Momente, als die Erinnerungen an seine Zeit als Fußballspieler und seine Anfänge in der Sparkasse aufblitzten.
Besonders amüsant war die Folklore rund um seine politischen Ambitionen, die mit dem einprägsamen Slogan „Willst Du mehr, dann wähle Behr“ verbunden sind. Der gebürtige Bad Königshofener brachte den Gästen auch Anekdoten aus seinem Leben in Untereßfeld und Bad Königshofen näher, wo er stets besonders geschätzt wurde. Behr ergatterte an seinem Geburtstag, dem 2. Mai, den Platz im Bürgermeisteramt, und auch im Ruhestand lässt er sich nicht unterkriegen. Er engagiert sich weiterhin bei Auftritten mit seiner Promiband sowie bei Stammtischen und Bürgerversammlungen, die immer montags um 11 Uhr im Schlundhaus stattfinden.
Kulturelles Erbe und regionale Identität
Wie wichtig das kulturelle Erbe ist, zeigt nicht nur der Auftritt von Clemens Behr, sondern auch sein neuestes Werk. Mit dem Buch „Heimatlieder aus dem fränkischen und thüringischen Grabfeldgau“ hat er weitere wertvolle Beiträge zur Bewahrung lokaler Bräuche geleistet. Darin hat er regionale Lieder gesammelt, die er vor dem Vergessen schützen möchte. Ein besonderes Highlight ist, dass das Liederbuch auf dem Kalten Markt in Römhild erhältlich ist. Hier wird deutlich, wie sehr Behr ein gutes Händchen für Traditionen hat und wie er die Werte seiner Heimat in die nächste Generation tragen möchte.
Gemeindeinitiativen zur Bewahrung von Kultur sind in Deutschland unerlässlich. Wie von vg-glm berichtet wird, spielen Kommunen eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, die kulturelle Identität zu wahren. Die Pflege örtlicher Bräuche und Feste trägt nicht nur zur Gemeinschaft bei, sondern auch zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in ländlichen Regionen. Traditionen, die oft Jahrhunderte alt sind, wie Kirchweihfeste und regionale Märkte, sind fest im Alltagsleben verankert und fördern ein Bewusstsein für das kulturelle Erbe.
Ein Blick in die Zukunft
Behr’s Engagement ist ein schönes Beispiel dafür, wie Individualität und Gemeinschaftsgeist Hand in Hand gehen können. Durch Veranstaltungen und Publikationen unterstützt er den Erhalt regionaler Traditionen, die nicht nur lokale Identität stärken, sondern auch für künftige Generationen von Bedeutung sind. Mit seinem aktiven Beitrag wird ein wertvoller Teil der Geschichte lebendig gehalten. Sein Motto könnte auch auf die Bedeutung der kulturellen Identität unserer Gemeinden angewendet werden: Es liegt was an, und es lohnt sich, dafür zu kämpfen.
Das Geld, das von den Kuchenverkäufen während der Erzähllounge gesammelt wurde, fließt in das Projekt „Mittagstisch“ in Saal an der Saale, was zeigt, dass Behr auch sozial ein großes Herz hat. Er verbindet seine Leidenschaft für die Kultur mit einem handfesten Ziel, das der Gemeinschaft zugutekommt.
Für alle, die mehr über Clemens Behr und sein Werk erfahren möchten, findet sich sein Buch auf dem Kalten Markt in Römhild und garantiert willkommene Unterhaltung und Bildung über die kulturellen Schätze unserer Heimat – ganz im Sinne von einem modernen Geschichtenerzähler.